Aloe vera – gut zur Haut

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Aloe Vera Pflanze

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Aloe vera gehört zu den ältesten und bekanntesten Heilpflanzen der Welt. Seit Anfang des neuen Jahrtausends boomt der Aufdruck „Aloe vera“ auf Kosmetika, Lebensmitteln sowie medizinischen Produkten. Nicht ohne Grund, denn das in den Blättern der Pflanze enthaltene Gel wirkt entzündungshemmend und kühlend. Es hilft besonders bei Verletzungen der Haut.

Ihre dicken, fleischigen Blätter, deren Rand mit kleinen Dornen besetzt ist, erinnern an einen Kaktus. Dabei gehört Aloe vera, die botanisch korrekt „Echte Aloe“ heißt, zur Familie der Liliengewächse. Bis zu 20 Blätter, die 50 Zentimeter lang und etwa sechs Zentimeter breit werden können, wachsen pro Pflanze rosettenartig direkt aus dem Boden.

Herkunft

Der Name „Aloe“ kommt aus dem Arabischen und bedeutet „bitter“, denn so schmeckt die Schicht zwischen der Blatt-Außenwand und dem im Blatt enthaltenen Gel. Aloe vera stammt vermutlich von der arabischen Halbinsel und ist dort seit mehreren tausend Jahren als Heilkraut bekannt. Mittlerweile ist sie aber auch im Mittelmeerraum, in Indien, in großen Teilen Afrikas sowie in Süd- und Mittelamerika heimisch.

Natürlich heilen

Alternative Heilmethoden für Ihre Gesundheit.

Wirkung

In Deutschland kann man die Echte Aloe ebenfalls gut anbauen. Ist die Pflanze groß genug, schneidet man die Blätter ab, um an das Aloe-vera-Gel zu gelangen. Dieses kann dann sowohl innerlich als auch äußerlich eingesetzt werden. Auf der Haut spendet es Feuchtigkeit, wirkt kühlend, entzündungshemmend, antibakteriell und stillt den Juckreiz. So kommt das Gel entweder pur oder als Salbe unter anderem bei Sonnenbrand, Schürfwunden, Insektenstichen und Verbrennungen zum Einsatz.

Kapseln, Granulat oder Saft (ohne Aloin) aus der Heilpflanze werden auch innerlich u. a. als Nahrungsergänzungsmittel zur Stärkung des Immunsystems angeboten.

Doch nicht alle Bestandteile der Heilpflanze sind unbedenklich: Vorsicht ist bei der Einnahme des sogenannten Aloe-Harzes geboten, denn es enthält den Wirkstoff Aloin. Aloin wirkt stark abführend, weswegen standardisierte Aloe bzw. deren Zubereitungen zur kurzfristigen Behandlung gelegentlich auftretender Verstopfung verwendet wurden. Eine längere Einnahme kann zu Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt führen, insbesondere zu Kaliumverlusten. Bei Überdosierung kommt es zu Vergiftungserscheinungen, die sich in krampfartigen Schmerzen und schweren Durchfällen äußern, die zu lebensbedrohlichen Elektrolyt- und Wasserverlusten führen können. Die therapeutische Bedeutung ist zurückgegangen vor dem Hintergrund, dass es besser verträgliche Stoffe gibt.

Letzte Änderung: 07.07.2016