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So wirken die Sonnenstrahlen auf unsere Haut

ArtikelLesezeit: 2:30 min.
Mutter cremt ihren Sohn mit Sonnenschutzmittel ein.

Bildnachweis: © wdv / Alex Schwander

Ein Sonnenbrand wird hauptsächlich von sogenannten UV-B-Strahlen ausgelöst. Langfristige Hautschäden können aber auch durch andere Sonnenstrahlen entstehen.

Sonnenstrahlen bestehen aus ultravioletter Strahlung (UV-A und UV-B) sowie aus Infrarot- (IR) und sichtbarer Strahlung (Licht).

Die UV-B-Strahlung wird zu einem großen Teil von der Hornschicht unserer Haut abgeblockt. Dennoch dringt ein Teil in die Oberhaut ein und sorgt dort für die Bräunung der Haut – aber auch für den Sonnenbrand, der wiederum das Hautkrebs-Risiko erhöht. Sonnenschutzmittel helfen, die Eigenschutzzeit der Haut zu erhöhen und dadurch Sonnenbrand zu verhindern. Es gibt sie mit unterschiedlichen Lichtschutzfaktoren (LSF). Der Lichtschutzfaktor bezieht sich ausschließlich auf den Schutz vor den aggressiven UV-B-Strahlen. Er besagt, um wie viel die Eigenschutzzeit der Haut erhöht wird. Können Sie also beispielsweise ohne Schutz 15 Minuten lang in der Sonne bleiben, genießen Sie mit LSF 20 einen Sonnenschutz, der 300 Minuten (20 mal 15 Minuten) anhält.

Ältere Frau untersucht die Haut an ihrer Schulter.

Hautkrebs erkennen

Die AOK zahlt das Screening ab 18.

UV-A-Strahlung lässt die Haut vorzeitig altern

Und was machen die UV-A-Strahlen? Sie dringen noch tiefer in die Haut ein und greifen dort die elastischen Fasern an. Im Gegensatz zu einem Sonnenbrand sind die Zellschäden durch UV-A-Strahlen zunächst weder sichtbar noch spürbar. Die Auswirkungen kommen erst nach einigen Jahren zum Vorschein: in einer vorzeitigen Hautalterung und Faltenbildung. Doch es gibt auch Sonnenschutz, der neben der UV-B- auch 90 Prozent der UV-A-Strahlung filtert. Diese Produkte sind mit dem Hinweis „Nach australischem Standard“ versehen.

Sonnenstich durch Infrarot

Was dagegen zu viel Infrarot-Strahlen anrichten können, zeigt sich bei einem Sonnenstich. Denn die wärmeerzeugende Strahlung führt bei intensiver Sonneneinwirkung auf Kopf und Nacken zu einer Reizung der Hirnhäute. Die Folgen reichen von Übelkeit, Erbrechen und Kopfweh bis hin zu Bewusstseinsstörungen und Krampfanfällen. Wissenschaftler des Institutes für Umweltmedizinische Forschung der Uni Düsseldorf haben außerdem herausgefunden, dass Infrarot ebenfalls die Hautalterung beschleunigen kann und möglicherweise auch zur Entstehung von Krebs beiträgt. Sonnenschutzprodukte mit IR-A-Schutz wirken dem entgegen.

Letzte Änderung: 22.05.2019