Der Eigenschutz der Haut – und seine Grenzen

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Frau im Bikini liegt im Sand.

Bildnachweis: © wdv / Mathias Stalter

Bis zu einem gewissen Maße kann sich unsere Haut selbst vor der Sonne schützen. Doch Umweltfaktoren wie stetig steigende Temperaturen erhöhen die Strahlenbelastung zunehmend.

Unsere Haut hat einen gewissen Selbstschutz gegen UV-Strahlen. Zum einen nimmt in der Sonne die Dicke der Hornschicht langsam zu. Es bildet sich die sogenannte Lichtschwiele, die verhindern soll, dass die Strahlung in den darunterliegenden Hautschichten Schaden anrichtet.

Zum anderen wird unsere Haut bei Sonneneinstrahlung braun. Die Farbe kommt daher, dass Pigmentzellen, sogenannte Melanozyten, unter der Hornhaut einen dunklen Farbstoff, das Melanin, bilden. Dieser Farbstoff wird in die benachbarten Zellen der Oberhaut abgegeben, sodass die darunterliegenden Hautschichten in einem gewissen Maße vor der Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Ältere Frau untersucht die Haut an ihrer Schulter.

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Die Kraft der Sonne nimmt stetig zu

Dieser Eigenschutz des Körpers funktioniert allerdings nur sehr langsam und nur bei einem gewissen Maß an Strahlungsintensität. Leider sorgt die Klimaveränderung für eine stärkere Sonneneinstrahlung. Unsere Haut wird stärker belastet – das Risiko für einen Sonnenbrand und Hautkrebs steigt, besonders wenn wir uns zu lange ohne Sonnenschutz sonnen. Aus diesem Grund müssen wir unsere Haut vor der immer aggressiver werdenden Sonne besonders schützen.

Wie viel Sonne jeder einzelne Mensch verträgt, hängt von seinem Hauttyp ab. Je dunkler die Haut, desto höher der Eigenschutz. Ihren Hauttyp lassen Sie am besten von einem Hautarzt bestimmen. Für eine grobe Selbsteinschätzung bietet das Bundesamt für Strahlenschutz einen Hauttypentest an. Dort bekommen Sie außerdem tagesaktuelle Infos über den zu erwartenden UV-Index, das heißt die Intensität der Sonnenstrahlung. Je höher der Wert ausfällt, desto größer ist das Risiko, einen Sonnenbrand zu bekommen.

Letzte Änderung: 22.05.2019

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