Was tun, wenn es trotzdem nicht klappt?

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Ärztin sitzt am Schreibtisch und spricht mit einem Paar.

Bildnachweis: © wdv / Olaf Georg Hermann

Häufig leiden Paare darunter, dass das ersehnte Baby länger auf sich warten lässt. Was viele jedoch nicht wissen: Zu einer Empfängnis gehört auch ein wenig Glück. Deshalb ist es besser, dem Wunschkind gelassen entgegenzusehen.

Bei gesunden Paaren liegt die Schwangerschaftsrate – statistisch gesehen – nur zwischen 25 und 30 Prozent pro Zyklus. Bei ungefähr jedem sechsten Paar bleibt zumindest zeitweise der Wunsch nach Kindern unerfüllt.

Es gibt viele Ursachen, die eine Schwangerschaft verzögern können. In manchen Fällen ist der Grund das Alter. Im Durchschnitt sind Frauen, die ihr erstes Kind bekommen, hierzulande mittlerweile über 30 Jahre alt. Aus biologischer Sicht nimmt aber die Fruchtbarkeit vom 25. Lebensjahr an kontinuierlich ab.

Stress und Belastung können die Fruchtbarkeit einschränken

Hinzu kommt die psychische Belastung: Manche Paare richten schnell ihr ganzes Leben auf den Kinderwunsch aus. Der ständige Wechsel von Hoffnung und Enttäuschung bei jeder neuen Monatsblutung stellt dann die Beziehung auf eine harte Probe. Dieser Stress kann wiederum die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Wenn sich allerdings nach einem Jahr bei regelmäßigem Geschlechtsverkehr ohne Verhütung immer noch keine Schwangerschaft einstellt, gilt ein Paar laut Definition der Weltgesundheitsorganisation als unfruchtbar. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich und können sowohl bei der Frau als auch beim Mann liegen.

Künstliche Befruchtung

Diese Kosten übernimmt die AOK.

Ursachen abklären und weitersehen

Im Falle einer Unfruchtbarkeit sollte ein Arzt die Ursachen abklären. Frauen wenden sich am besten an Ihren Frauenarzt, Männer können einen Urologen aufsuchen. Der jeweilige Mediziner erkundigt sich nach bestehenden Krankheiten, Operationen, Medikamenteneinahme, den Lebensgewohnheiten (zum Beispiel Zigaretten- oder Alkoholkonsum) und nach Belastungen in Beruf (zum Beispiel Schichtdienst), Familie oder Partnerschaft. Anschließend folgt eine gründliche körperliche Untersuchung.

Sobald eine Ursache gefunden ist und damit die Diagnose feststeht, ist ein Paar schon einen Schritt weiter. Es kann geklärt werden, wie sich die Unfruchtbarkeit behandeln lässt.


Letzte Änderung: 15.01.2014