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Steinobst: Alles rund um Aprikosen, Mirabellen, Kirschen und Co.

ArtikelLesezeit: 3:00 min.
Verschiedene Sorten Steinobst in Obstkisten.

Bildnachweis: © istockphoto.com / elxeneize

Pfirsiche, Mirabellen, Aprikosen: Der Sommer ist Steinobst-Zeit! Doch was genau ist „Steinobst“? Und was steckt – außer einem Stein – eigentlich an Vitaminen in diesen leckeren Früchten?

Was zählt alles zu Steinobst?

Sonnengelb oder knallrot, klein oder groß, süß oder säuerlich: Steinobst kommt in vielen Varianten daher. Doch was genau ist Steinobst eigentlich? Im Gegensatz zu Kernobst (zum Beispiel Apfel, Birne) findet sich in der Mitte nur ein einziger, harter, großer „Stein“ – so wie in Pflaumen, Pfirsichen, Aprikosen, Nektarinen, Mirabellen und Kirschen. Aber auch Mangos, Kokosnüsse, Pistazien, Mandeln, Oliven und Kaffeebohnen zählen dazu.

Wann haben Aprikosen, Mirabellen und Co. Saison?

Der Sommer ist die typische Steinobst-Zeit. Während die saftigen Früchte sonst in gemäßigten bis warmen Klimazonen wie Spanien und der Türkei wachsen, gibt es sie im Hochsommer auch aus heimischem Anbau. Den Start machen ab Juni die Kirschen. Ab Juli gibt’s Pfirsiche,  Aprikosen, Nektarinen, Pflaumen, Zwetschgen und Mirabellen.

Beim Kauf von Steinobst sollten Sie den Reifegrad im Blick haben: Kirschen reifen nicht nach, Aprikosen und Pflaumen hingegen schon. Pfirsiche und Nektarinen eher weniger, zudem sind sie druckempfindlich. Zu lange gelagert werden sollte Steinobst nicht. Bleibt etwas übrig, kann es gut weiterverarbeitet werden. Zum Beispiel zu Konfitüre, Kompott oder man friert das Obst ein. Tipp: Vorher den Stein entfernen, da dieser das Fruchtfleisch bitter macht.

Wie gesund sind die Früchte?

Mirabellen, Pflaumen, Kirschen und Co. sind nicht nur lecker, sie stecken auch voller Vitamine und Mineralstoffe: Vitamin C, B-Vitamine, Magnesium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Eisen. Aprikosen enthalten zudem viel Beta-Carotin, was zur Vitamin A-Gruppe gehört. Das ist nicht nur wichtig für Haut und Augen, es hat auch eine antioxidative Wirkung, schützt also unsere Zellen und wirkt Alterungsprozessen entgegen. Zudem kurbeln die enthaltenen Ballaststoffe die Verdauung an. Ein weiteres Plus sind die sekundären Pflanzenstoffe wie Farb-, Duft- und Aromastoffe.

An heißen Tagen versorgen Pfirsich, Mirabelle und Co. den Körper zudem mit Flüssigkeit. Steinobst hat zwar wenige Kalorien, dafür natürlich – wie anderes Obst auch – einiges an Fruchtzucker. Kiloweise sollte es also nicht im Magen landen. Optimal sind zwei Portionen Obst am Tag – eine Portion ist in etwa eine Handvoll.

Dass Wassertrinken und Kirschenessen zu Bauchschmerzen führt, ist übrigens ein Mythos – stimmt aber nicht. Teilweise richtig ist hingegen, dass Pflaumen den Darm in Schwung bringen. Der hohe Pektin-Gehalt (ein Ballaststoff) regt die Verdauung an. Wie genau sich das äußert, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

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Steinobst und Allergien

Allergiker sollten besonders während der Pollensaison vorsichtig sein. Blüht die Birke, führt das meist zu heftigen Abwehrreaktionen des Körpers. Es ist gut möglich, dass Birkenpollen-Allergiker eine Kreuzallergie entwickeln und auf rohes Steinobst reagieren. Das gilt auch für die Pollen anderer Frühblüher, wie Erle und Hasel. Ein Lichtblick: Viele Allergiker haben kein Problem mit Steinobst, das erhitzt wurde. Außerdem betrifft die Unverträglichkeit oft nur bestimmte Sorten.

Vielseitige Rezepte

Ob süß oder ein wenig herber: Die Mirabelle und ihre Verwandten eignen sich für eine Vielzahl von Gerichten. Die Liste ist lang: als Topping auf Overnight-Oats oder Porridge, in Quarkspeisen, als Kuchen, Crumble oder Auflauf. Aber auch Marmeladen und Chutneys schmecken herrlich. Nicht zu vergessen: Steinobst als fruchtige Komponente in herzhaften Gerichten.

Letzte Änderung: 06.08.2020