Blasenkatheter

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Arzt am Bett eines Patienten.

Bildnachweis: © wdv / Markus Hintzen

Bei eingeengten Harnleitern, einer vergrößerten Prostata, bei starker Inkontinenz, aber auch, wenn sich die Blase nicht mehr von selbst entleeren kann, muss der Urin künstlich abgeleitet werden. Dies sind die klassischen Anwendungsgebiete eines Blasenkatheters.

Einen diagnostischen Zweck verfolgt der Einsatz eines Blasenkatheters hingegen, wenn für spezielle Untersuchungen Urin entnommen werden muss oder Kontrastmittel gespritzt wird.

Die Urologie unterscheidet zwischen einem Dauerkatheter, der langfristig zum Einsatz kommt, und einem Einmalkatheter bzw. intermittierenden Katheter, der nur akut eingeführt und danach wieder entfernt wird. Schiebt der Arzt den Katheter direkt in die Harnröhre, spricht man von einem transurethralen Katheter. Kommt er durch die Bauchdecke in die Blase, handelt es sich um einen suprapubischen Katheter. Vorteil des suprapubischen Katheters, der in aller Regel zur längerfristigen Urin-Ableitung eingesetzt wird, ist: Er ist weniger anfällig für Infektionen und komfortabler für den Patienten.

Arzt hört mit dem Stethoskop die Brust eines Mannes ab.

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Letzte Änderung: 19.03.2015