Gürtelrose – Symptome und Behandlung

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Foto: Frau untersucht die Haut an ihrer Schulter

Sichtbare Symptome einer Gürtelrose (Herpes zoster) sind Rötungen und Bläschen auf der Haut. Oft kommen sie im Brustbereich vor. Starke Schmerzen in dem betroffenen Bereich sind ein weiteres Anzeichen. Die Behandlung zielt zunächst auf eine Linderung der Symptome und Verkürzung des Krankheitsverlaufs ab: Salben sollen die Bläschen austrocknen, Virostatika die Vermehrung der Viren hemmen und Schmerzmittel die Schmerzen eindämmen.

Symptome

Schon bevor die Gürtelrose sichtbar wird, fühlen sich einige Patienten unwohl, erschöpft und klagen über Schmerzen in den später betroffenen Hautpartien. Manchmal tritt auch leichtes Fieber auf. Das sichtbare Symptom einer Gürtelrose ist ein Hautausschlag, der sich nach und nach in Form von Rötungen und Bläschen verbreitet, die je nach Stadium der Erkrankung unterschiedlich groß sind.

Die Gürtelrose hat ihren Namen, weil sich der Ausschlag häufig gürtelförmig um den Rumpf – also auf Rücken und Brust – ausbreitet. In mehr als der Hälfte der Fälle ist der Brustkorb betroffen. Der Ausschlag kann jedoch auch an jeder anderen Stelle der Körperoberfläche auftreten. Das hängt davon ab, in welchen Nerven die Gürtelrose auslösenden Varizella-Zoster-Viren aktiv geworden sind und welche Körperteile diese Nerven versorgen. Auch im Gesicht kommt Gürtelrose vor. Die Folge können Lähmungen sein, die sich allerdings meist vollständig zurückbilden. Gefährlich wird es, wenn die Gürtelrose die Augen erreicht. Denn dies kann zu bleibenden Sehschädigungen bis hin zur Blindheit führen.

Eine Gürtelrose ist oft mit brennenden Schmerzen und Juckreiz verbunden.

Behandlung

Beim Verdacht auf Gürtelrose sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. Je früher die Behandlung beginnt, desto erfolgreicher ist sie und desto besser kann sie die Symptome lindern.

Es kommen verschiedene Behandlungsformen zum Einsatz: So sorgen bestimmte Salben dafür, die Bläschen auszutrocknen. Manchmal enthalten sie Antibiotika, um eine zusätzliche Entzündung durch Bakterien zu vermeiden. Auch Virostatika kommen zum Einsatz, meistens in Form von Tabletten. Sie sollen die Vermehrung der Viren stoppen und so den Krankheitsverlauf verkürzen und Komplikationen verhindern. In einigen Fällen werden die Wirkstoffe auch intravenös gegeben. Schmerzmittel machen schließlich die starken Schmerzen erträglicher.

In der Regel heilt eine Gürtelrose im Laufe von zwei bis vier Wochen ab. Die brennenden Schmerzen können aber noch lange danach andauern. In einigen Fällen kann es zu Komplikationen kommen, sodass auch andere Organe betroffen sind oder manche Symptome fortbestehen.


Letzte Änderung: 04.09.2017