Abonnieren Sie den vigo-Newsletter. Wir halten Sie zu allen interessanten Gesundheitsthemen auf dem Laufenden!

Herzinfarkt erkennen und handeln

ArtikelLesezeit: 3:00 min.
Mann hat Schmerzen und greift sich ans Herz, Frau legt ihm fürsorglich den Arm um die Schulter.

Bildnachweis: © istockphoto.com / PIKSEL

Bei einem Herzinfarkt beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Je eher Hilfe kommt, desto größer ist die Chance, den Herzinfarkt unbeschadet zu überstehen. Deshalb ist es wichtig, einen Herzinfarkt zu erkennen.

    Herzinfarkt – das sind die Symptome

    Ein Herzinfarkt macht sich häufig durch folgende Anzeichen erkennbar:

    • Schmerzen im Brustkorb, die in den linken Arm ausstrahlen
    • Atemnot
    • Todesangst
    • Schwäche
    • Schweißausbrüche
    • Übelkeit
    • Bei Frauen häufig Schmerzen im Oberbauch oder Rücken, Erbrechen

    Lesen Sie hier, warum und wie sich die Anzeichen eines Herzinfarkts bei Männern und Frauen unterscheiden.

    Aber zu oft bleibt der Notruf aus Angst vor einem Fehlalarm aus. Doch schnelle Hilfe rettet Leben. Darum sollten Sie beim geringsten Verdacht den Notruf 112 wählen.

    Frau stützt den Kopf in die Hände und lacht.

    AOK-Curaplan

    Hilfe bei koronarer Herzkrankheit.

    Erste Hilfe beim Herzinfarkt

    • Alarmieren Sie sofort den Rettungsdienst.
    • Beobachten Sie den Betroffenen genau und lassen Sie ihn nicht allein.
    • Überprüfen Sie, ob er bei Bewusstsein ist. Setzen Atmung und Herzschlag aus, beginnen Sie sofort mit der Herzdruckmassage. Führen Sie diese unbedingt bis zum Eintreffen des Notarztes durch! Hören Sie keinesfalls vorher auf, auch wenn Sie keine Lebenszeichen bemerken. Eine Atemspende hingegen wird nur dann empfohlen, wenn Sie sich damit sehr sicher sind. Wichtiger ist die Herzdruckmassage. Im Blut ist meist noch genügend Sauerstoff, um die Organe zu versorgen, bis Rettungssanitäter eingetroffen sind.
    • Ist der Betroffene bei Bewusstsein, lagern Sie ihn bequem mit erhöhtem Oberkörper, um das geschwächte Herz zu entlasten.
    • Lockern Sie beengende Kleidung und vermeiden Sie Unruhe, Aufregung und Anstrengung. Wenn Sie selbst ruhig und besonnen bleiben, können Sie auch den Infarktpatienten besser beruhigen.
    • Fahren Sie den Betroffenen nicht selbst zur Klinik und lassen Sie ihn auf keinen Fall laufen!

    Letzte Änderung: 13.11.2020