Herzinfarkt: Jede Minute zählt!

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Sanitäter laden einen Patienten auf einer Trage in den Rettungswagen.

Bildnachweis: © wdv / Olaf Hermann

Bei einem Herzinfarkt beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Je eher Hilfe kommt, desto größer ist die Chance, den Herzinfarkt unbeschadet zu überstehen.

Schmerzen im Brustkorb, häufig verbunden mit Atemnot, Todesangst, Schwäche, Schweißausbruch und Übelkeit können Zeichen für einen Herzinfarkt sein. Bei Frauen sind auch Schmerzen im Oberbauch oder Erbrechen Signale.

Aber zu oft bleibt der Notruf aus Angst vor einem Fehlalarm aus. Doch schnelle Hilfe rettet Leben. Darum sollten Sie beim geringsten Verdacht den Notruf 112 wählen.

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    Hilfe bei koronarer Herzkrankheit.

    So leisten Sie bei einem Herzinfarkt Erste Hilfe:

    • Alarmieren Sie sofort den Rettungsdienst.
    • Beobachten Sie den Betroffenen genau und lassen Sie ihn nicht allein.
    • Überprüfen Sie, ob er bei Bewusstsein ist. Setzen Atmung und Herzschlag aus, beginnen Sie sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung.
    • Führen Sie Herzdruckmassage und Atemspende unbedingt bis zum Eintreffen des Notarztes durch! Hören Sie keinesfalls vorher auf, auch wenn Sie keine Lebenszeichen bemerken!
    • Ist der Betroffene bei Bewusstsein, lagern Sie ihn bequem mit erhöhtem Oberkörper, um das geschwächte Herz zu entlasten.
    • Lockern Sie beengende Kleidung und vermeiden Sie Unruhe, Aufregung und Anstrengung. Wenn Sie selbst ruhig und besonnen bleiben, können Sie auch den Infarktpatienten besser beruhigen.
    • Fahren Sie den Betroffenen nicht selbst zur Klinik und lassen Sie ihn auf keinen Fall laufen!

    Letzte Änderung: 30.10.2013