Warum Bewegung dem Herzen gut tut

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Gruppe von Menschen beim Walken oder Joggen in der Natur.

Bildnachweis: © wdv / Michael Völler

Bewegungsmangel gehört neben einem erhöhten Cholesterinspiegel, Übergewicht und Rauchen zu den größten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine regelmäßige körperliche Aktivität ist für Ihr Herz also enorm wichtig.

Der positive Effekt, den Bewegung auf das Herz hat, ist nachgewiesen: Sport hilft, das Fortschreiten von Fett- und Kalkablagerungen in den Gefäßen (Arteriosklerose) zu verlangsamen und so die Gefahr eines Herzinfarkts zu verringern. Außerdem senkt Sport die Cholesterinwerte und bringt ganz nebenbei überflüssige Pfunde zum Schmelzen. Durch Bewegung verbessern Sie zudem nicht nur Ihre Leistungsfähigkeit im Alltag sondern auch Ihr allgemeines Wohlbefinden.

Mehr Bewegung in den Alltag bringen

Es geht hierbei aber auf keinen Fall um Hochleistungssport, sondern vielmehr darum, Bewegung in den Alltag zu integrieren. Nutzen Sie zum Beispiel die Treppe statt den Aufzug, steigen Sie eine Haltestelle eher aus oder fahren Sie mit dem Fahrrad ins Büro. Wenn Sie die alltägliche Bewegung dann noch mit einigen Ausdauereinheiten kombinieren (optimal sind drei bis vier Mal pro Woche für mindestens je 30 Minuten), freut sich Ihr Herz-Kreislauf-System umso mehr.

Doch was ist, wenn bei Ihnen bereits ein Herzproblem festgestellt wurde oder Sie sogar schon einen Herzinfarkt oder eine Bypass-Operation hatten? Auch dies ist kein Grund, auf Sport zu verzichten. Ganz im Gegenteil: Die vielfältigen positiven Auswirkungen von sportlicher Aktivität lassen sich gezielt für therapeutische Zwecke nutzen. Dennoch gilt: Sprechen Sie vorher mit Ihrem Kardiologen.

Junge Frau joggt im Wald.

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Individuelle Trainingsempfehlungen

Zuvor muss jedoch die Gefahr einer Überlastung und Schädigung des Herzens durch Sport ausgeschlossen werden. Eine sportmedizinische Untersuchung ist deshalb die Grundvoraussetzung für den Start ins Trainingsprogramm. Dabei spielen nicht nur Vorerkrankung und Medikamenteneinnahme eine Rolle, sondern auch das Alter und die persönlichen Vorlieben. Erst wenn alle Fragen geklärt sind, kann der Arzt eine individuelle Trainingsempfehlung geben, in der er Belastungsintensität und -dauer festlegt und im Laufe der Zeit immer wieder anpasst.

Unsere Empfehlung: Je nach Schweregrad der Erkrankung und Belastbarkeit sollten Herzpatienten Sport stets unter medizinischer Überwachung in sogenannten Herzsportgruppen betreiben.

Sportarten für Ihr Herz


Letzte Änderung: 13.04.2015