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Warum Bewegung dem Herzen gut tut

ArtikelLesezeit: 2:00 min.
Ältere Frau macht einen Spaziergang mit ihrem Hund in herbstlicher Natur.

Bildnachweis: © istockphoto.com / Halfpoint

Bewegungsmangel gehört neben einem erhöhten Cholesterinspiegel, Übergewicht und Rauchen zu den größten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine regelmäßige körperliche Aktivität ist für Ihr Herz also enorm wichtig.

Der positive Effekt, den Bewegung auf das Herz hat, ist nachgewiesen: Sport hilft, das Fortschreiten von Fett- und Kalkablagerungen in den Gefäßen (Arteriosklerose) zu verlangsamen. Das verringert die Gefahr eines Herzinfarkts. Außerdem senkt Sport die Cholesterinwerte und bringt ganz nebenbei überflüssige Pfunde zum Schmelzen. Durch Bewegung verbessern Sie zudem nicht nur Ihre Leistungsfähigkeit im Alltag sondern auch Ihr allgemeines Wohlbefinden.

Mehr Bewegung in den Alltag bringen

Es geht hierbei aber auf keinen Fall um Hochleistungssport, sondern vielmehr darum, Bewegung in den Alltag zu integrieren. Nutzen Sie zum Beispiel die Treppe statt den Aufzug, steigen Sie eine Haltestelle eher aus oder fahren Sie mit dem Fahrrad ins Büro. Wenn Sie die alltägliche Bewegung dann noch mit einigen Ausdauereinheiten kombinieren (optimal sind drei bis vier Mal pro Woche für mindestens je 30 Minuten), freut sich Ihr Herz-Kreislauf-System umso mehr.

Junge Frau joggt im Wald.

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Sport für Herzpatienten

Herzprobleme, Herzinfarkt oder eine Bypass-Operation sind kein Grund, auf Sport zu verzichten. Ganz im Gegenteil: Die vielfältigen positiven Auswirkungen von sportlicher Aktivität lassen sich gezielt für therapeutische Zwecke nutzen. Dennoch gilt: Sprechen Sie vorher mit Ihrem Kardiologen. Er sollte die Gefahr einer Überlastung und Schädigung des Herzens durch Sport vorher ausschließen.

Eine sportmedizinische Untersuchung ist deshalb die Grundvoraussetzung für den Start ins Trainingsprogramm. Dabei spielen nicht nur Vorerkrankung und Medikamenteneinnahme eine Rolle, sondern auch das Alter und die persönlichen Vorlieben. Erst wenn alle Fragen geklärt sind, kann der Arzt eine individuelle Trainingsempfehlung geben. Darin legt er Belastungsintensität und -dauer fest und passt diese im Laufe der Zeit immer wieder an.

Unsere Empfehlung: Je nach Schweregrad der Erkrankung und Belastbarkeit sollten Herzpatienten Sport stets unter medizinischer Überwachung in sogenannten Herzsportgruppen betreiben.

Geeignete Sportarten

Radfahren, Walking, Schwimmen und Co. haben nicht nur einen günstigen Trainingseffekt auf das Herz-Kreislauf-System. Intensität und Pensum lassen sich zudem sehr gut den individuellen Bedürfnissen anpassen. Ergänzt werden kann das Ausdauertraining mit Gymnastik- und Dehnübungen zur Verbesserung der Beweglichkeit sowie leichtem Krafttraining zum Erhalt bzw. Aufbau der Muskulatur.

Nicht geeignet sind für Herzkranke sehr dynamische Sportarten mit einer hohen Belastungsintensität (zum Beispiel Fußball oder Badminton). Bei der Einnahme blutverdünnender Medikamente sollte zudem auf Sportarten mit einer hohen Verletzungsgefahr verzichtet werden.

Sportarten für Ihr Herz


Letzte Änderung: 13.11.2020