Haarausfall richtig behandeln

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Eine Frau wäscht einem Mann die Haare,

Bildnachweis: © wdv / Michael Völler

Die Werbeindustrie hat jede Menge Mittelchen auf Lager, die Haarausfall angeblich stoppen oder verhindern können. Tatsächlich helfen aber nur einige wenige Produkte, wie Studien nachweisen.

Zuerst die gute Nachricht für alle Menschen, die unter Haarausfall leiden: Es gibt inzwischen sehr gute Behandlungsmöglichkeiten. Die Faustregel bei auffälligem Haarverlust lautet: Wer länger als zwei Wochen deutlich mehr als 100 Haare pro Tag verliert, sollte statt in die Drogerie direkt zum Hautarzt gehen. Er wird Ihnen dann das geeignete Mittel verschreiben.

Beim erblich bedingten Haarausfall der Männer haben sich zum einen Tinkturen mit dem Wirkstoff Minoxidil bewährt. Zwei Mal täglich auf die kahlen Stellen aufgetragen, fördern sie die Durchblutung der Zellen, die für die Bildung von Haaren zuständig sind. Daneben gibt es Tabletten mit dem Wirkstoff Finasterid. Sie hemmen die Bildung des Hormons Dihydrotestosteron (DHT). Und auch der Wirkstoff Aminexil hilft beim erblich bedingten Haarausfall. Er sorgt dafür, dass die Nährstoffzufuhr der Haarwurzel verbessert und das Haar damit fester verankert wird.

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Beim kreisrunden Haarausfall steht im Mittelpunkt der Behandlung, die Entzündung zu unterdrücken. Am besten gelingt das mit Kortison. Kortison kann entweder als Salbe täglich aufgetragen werden oder wird vom Arzt alle vier bis sechs Wochen unter die Kopfhaut gespritzt.

Da es beim diffusen Haarausfall verschiedene Ursachen für den Ausbruch der Krankheit gibt, sieht auch die Behandlung sehr unterschiedlich aus. Der Arzt wird den Patienten genau befragen und untersuchen. Wird die Grunderkrankung behandelt, verschwindet auch der Haarausfall.

Der hormonell bedingte Haarausfall bei Frauen kann mit östrogenhaltigen Präparaten therapiert werden. Zu empfehlen sind auch Tinkturen mit den Wirkstoffen Minoxidil und Aminexil, die sich bei Männern mit erblich bedingtem Haarausfall bewährt haben.


Letzte Änderung: 07.06.2012

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