Kleine Reis-Kunde

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Männerhände schütten Reis aus einer Schüssel in einen Kochtopf.

Bildnachweis: © wdv / Frank Blümler

Rund um den Globus hat der Reis seine Fans. Jedes Land hat seine Lieblingssorten und Methoden der Zubereitung. Kriterien der Einteilung sind vor allem Verarbeitungsart, Kornlänge, Aroma und Qualitätsstufe. vigo Online gibt einen Überblick über Reissorten, die auch bei uns erhältlich sind, von A wie Arborio bis W wie Wildreis.

  • Arborio ist eine Reissorte, die vor allem in Italien angebaut wird. Ihr kurzes, gedrungenes und ovales Korn eignet sich hervorragend für die Zubereitung von Milchreis: Es nimmt die Milch auf, ohne breiig zu werden, klumpt nicht und behält eine gute Bissfestigkeit. Aufgrund seiner hohen Qualität lässt er sich übrigens auch sehr gut für Risottogerichte verwenden.
  • Basmati bedeutet auf Hindi „Duft“. Der gleichnamige Reis stammt vom Fuße des Himalaya-Gebirges. Diese besonders aromatische Sorte darf höchstens sieben Prozent Fremdreis enthalten, um den Namen Basmati tragen zu dürfen. Als Langkornreis muss sein Korn eine Länge von mindestens sechs Millimetern haben.
  • Bomba wird überwiegend in Spanien angebaut. Durch seinen geringen Stärkegehalt bleibt er beim Kochen fest und körnig. Das macht ihn zum Favoriten für die traditionelle Paella.
  • Jasminreis verdankt seinen Namen dem einzigartigen Duft, den er beim Kochen freigibt und der ihm dabei einen unverwechselbaren Eigengeschmack verleiht. Jasmin wird in Ostasien gerne zu verschiedensten Fleisch- und Fischgerichten serviert.
  • Koshihikari Sushi Reis gehört zu Japans berühmtesten Sorten. Mit seinem runden Korn, dem optimalen Stärkegehalt sowie der perfekt abgestimmten Verarbeitung gilt er als eine der besten Sushi-Reissorten der Welt.
  • Mochigome stammt ebenfalls aus Japan. Dort wird der trübe Klebereis so lange gestampft, bis eine zähe Masse entsteht. Mit seiner natürlichen Süße gilt er als Basis für den japanischen Mochi-Reiskuchen und andere traditionelle Desserts.
  • Roter Camargue ist eine seltene Spezialität aus Frankreich. Er wird unter besten biologischen Bedingungen auf der tonhaltigen Erde der Region Camargue angebaut. Sie färbt die Außenhaut der Körner rot-braun, dringt aber nicht ins Korn. Roten Reis gibt es deshalb nur in der ungeschliffenen Vollkorn-Variante.
  • Sadri kommt aus dem Norden Irans. Seine kurzen, kräftigen Körner haben einen weißen Glanz und nach dem Kochen einen weichen, cremigen Kern. Durch seinen aromatischen, leicht blumigen Eigengeschmack wird er von vielen Feinschmeckern als die beste Reissorte der Welt gehandelt.
  • Schwarzer Reis war während vergangener Kaiser-Dynastien Chinas nur den Herrschern vorbehalten. Heute wird die Vollkorn-Sorte auch in Italien kultiviert und jeder Reisliebhaber kann sie kaufen. Das Korn ist ungeschliffen und behält so seine natürliche schwarze Schale, die reich an Nährstoffen ist.
  • Wildreis gehört als Wildgetreide lediglich dem Verwandtschaftskreis des Reises an. Das schlanke, braun-schwarze Korn gedeiht in Kanada und den nördlichen USA. Sein nussiger Geschmack macht den Wildreis zu einer Delikatesse. Oft wird er mit anderen Reissorten gemischt, um geschmacklich und optisch einen Akzent zu setzen.
Junge Frau hält einen Apfel in der Hand.

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Letzte Änderung: 27.06.2013

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