Sport: Was Allergiker beachten sollten

ArtikelLesezeit: 3:00 min.
Gruppe beim Nordic Walking auf einer Wiese mit Bäumen.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Auch Allergiker können sportlich aktiv werden, zu jeder Jahreszeit. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Training in der Pollenzeit hat vigo online zusammengefasst.

Besser draußen oder drinnen trainieren?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wer trotz der Medikamente stark unter Atemnot leidet oder jede Minute seine Nase putzen muss, sollte in der Pollenhochsaison besser nicht draußen trainieren. Als Alternative bietet sich das Training im Fitnessstudio, in einer Sporthalle oder im Schwimmbecken an. Allerdings sollten Allergiker bei gechlortem Wasser aufpassen, da es die Schleimhäute reizen kann. Wer unter nicht allzu heftigen Symptomen leidet, der kann dagegen durchaus im Freien trainieren.

Muss das Trainingspensum in der Pollensaison reduziert werden?

Nicht unbedingt. Solange keine massiven Probleme wie etwa Atemnot auftreten, können Pollenallergiker wie üblich trainieren. Allerdings sollten sie nie an ihre Belastungsgrenze gehen und immer wieder in ihren Körper hineinhorchen. Zudem ist es ratsam, dass vor dem Training ein etwas längeres Aufwärmprogramm als üblich auf dem Plan steht, um die Gefahr einer Verengung der Atemwege zu vermeiden.

Zwei Menschen beim Nordic Walking auf einem Schotterweg, Ausschnitt Füße mit Wanderschuhen.

AOK-Kurse vor Ort

Kommen Sie in Bewegung!

Sind Medikamente vor dem Training sinnvoll?

Es ist wichtig, die vom Arzt verordneten Medikamente regelmäßig und vorbeugend einzunehmen. Dabei ist es nicht erlaubt, eigenmächtig die empfohlene Dosis zu erhöhen. Zudem müssen Allergiker den richtigen Zeitpunkt für die Einnahme beachten. Da manche Medikamente die allergische Reaktion lediglich zwölf Stunden lang unterdrücken, kann der schützende Effekt der morgendlichen Tablette beim abendlichen Training schon wieder verpufft sein. Dann ist es gegebenenfalls besser, das Medikament etwa eine Stunde vor dem Training erneut einzunehmen. Im Zweifel immer den behandelnden Arzt fragen.

Wann ist es besser, das Training abzubrechen?

Sobald man das Gefühl hat, dass es einem schlechter geht, sollte man nicht weitertrainieren. Aber auch bei einem unangenehmen Druck im Kopf, Niesattacken oder anhaltendem Husten gilt es, das Training zu stoppen und Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten. Richtig gefährlich wird es, wenn es zur Atemnot kommt: Die Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff kann zur Hyperventilation und bis zu einer Ohnmacht führen.

Tipps fürs Training zur Pollenzeit


Letzte Änderung: 12.02.2015