Bouldern – die Wand hochgehen

ArtikelLesezeit: 3:00 min.
Beine eines Mannes beim Bouldern an einer Kletterwand.

Bildnachweis: © istockphoto.com / shironosov

Für diesen Trendsport brauchen Sie Kraft und eine gute Technik. Dann noch Konzentration und Kreativität – und schon sind Sie fürs Bouldern bestens gerüstet. Der Unterschied zum Klettern: Sie trainieren ohne Sicherung in Absprunghöhe. Ob Anfänger oder Kletter-Profi, Alt oder Jung – ausprobieren kann diese spezielle Kletterform eigentlich jeder. Wir geben Neulingen Tipps und erklären, welche Ausrüstung sie brauchen.

Es sieht verdammt spektakulär aus, wenn Boulder-Profis an nur einer Hand hängen oder waagerecht in der Luft liegen, während Hände und Füße für Halt sorgen. Doch auch die besten Boulderer haben klein angefangen. Fakt ist: Dieses besondere Klettererlebnis auszuprobieren, lohnt sich. Denn Bouldern macht nicht nur Spaß, es macht auch stark und es stellen sich schnell erste Erfolge ein.

Bouldern (Boulder heißt auf Englisch Felsblock) bezeichnet das Klettern ohne Seil und Gurt in Absprunghöhe. Seit den 1970er Jahren ist es eine eigene Disziplin des Sportkletterns, die sich vor allem seit den 90ern rasant entwickelt. Dabei macht es keinen Unterschied, ob man drinnen oder draußen, an echten oder künstlichen Felsen in Kletterhallen trainiert. Im Vergleich zum herkömmlichen Klettern ergeben sich sogar einige Vorteile: Denn weil das Erlernen komplizierter Sicherungstechniken wegfällt, kann man direkt starten. Auch ein Kletterpartner ist nicht notwendig.

Vorteilspartner

Sparen Sie in Erlebnis- und Kletterparks.

Mit wenigen Kletterzügen zum Trainingserfolg

Klassisch absolviert man beim Bouldern vier bis acht Kletterzüge, die den Boulderer an seine Leistungsgrenze bringen sollen. Es gilt Probleme zu lösen, Herausforderungen zu meistern und immer schwierigere Routen zu bezwingen. Wer aber nicht an seine körperliche Leistungsgrenze gehen kann oder möchte, darf auch einfach ganz „gemütlich“ klettern und vorsichtig in den Sport hineinschnuppern.

Trainiert werden unter anderem Kraft, Koordination, Ausdauer, Balance und Beweglichkeit. Aber auch eine Portion Konzentration, Kreativität und Geduld sind gefragt. Die Kletterschuhe, die besonders eng sitzen müssen, können Sie zunächst ausleihen. Macht Ihnen der Trendsport Spaß, brauchen Sie dann neben eigenen Schuhen nur noch einen Beutel mit Kreide (Chalk-Bag). Sie hält die Hände trocken und verhindert, dass Sie beim Klettern abrutschen.

Sie interessieren sich für das Bouldern und möchten die Sportart ausprobieren? Hier können Sie sich informieren:
Sportklettern-NRW (Website des Referats Sportklettern des DAV Landesverbandes Nordrhein-Westfalen e.V.)
DAV Kletterzentrum Hamburg

Letzte Änderung: 07.02.2017