Kann ich einer Demenz vorbeugen?

Frage der WocheLesezeit: 1:00 min.
Frau löst ein Sudoko.

Bildnachweis: © wdv / Dietmar Theis

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Kann ich einer Demenz vorbeugen?

Expertenbild

Die Expertin zum Thema

Wibke Fishman

Examinierte Fach­kranken­schwester für Psychia­trie
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Es gibt etwa 50 verschiedene Formen von Demenzerkrankungen, deren Ursachen sehr unterschiedlich sein können und noch nicht in Gänze geklärt sind.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt grundsätzlich, Tabak und Alkohol zu meiden sowie auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung zu achten. Auch sozial aktiv zu sein und kognitives Training ist sinnvoll. Reichlich Bewegung und eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten, Nüssen, Obst, Gemüse, geringe Mengen an ungesättigten Fettsäuren und eine salz- und zuckerarme Ernährung helfen dabei, den gesunden Lebensstil zu erhalten. Nehmen Sie Abstand von Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitamine oder Fettsäurepräparate.

Verschiedene Arten von Demenz

Alzheimer ist mit etwa 40 Prozent die häufigste Demenzerkrankung und tritt in den meisten Fällen ab dem 60. Lebensjahr auf. Dabei sammeln sich spezielle Eiweißablagerungen (Amyloid-Plaques) im Gehirn an. Betroffene haben oft Lücken im Kurzzeitgedächtnis, was sie noch selbst bemerken, sich häufig dafür schämen und aggressiv oder depressiv reagieren können. Bei der vaskulären Demenz verändern sich die Gefäße, wodurch das Gehirn chronisch minderdurchblutet ist. Sogenannte Lewy-Körper hingegen greifen in einer weiteren Demenz-Form die Großhirnrinde und bei Parkinson-Patienten das Stammhirn an.

Weibliche Pflegekraft legt älterer Frau eine Strickjacke um die Schulter.

Leben mit Demenz

Infos im AOK-Pflegeportal.

Schädel-/Hirnverletzungen, Infektionskrankheiten, Schlaganfälle, Bluthochdruck, Diabetes, Alkoholabhängigkeit und weitere Erkrankungen sind mögliche Risikofaktoren einer Demenz.

Lassen Sie regelmäßig Ihren Blutdruck untersuchen und sprechen Sie Ihren Arzt auf ein mögliches Demenzrisiko an, wenn Sie unter Schwerhörigkeit/Hörverlust, Depressionen, Diabetes und Dyslipidämie (erhöhte Triglyceride, Plasmacholesterin oder ein niedriger HDL-Spiegel) leiden.


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Das telefonische ServiceCenter AOK-Clarimedis ist für Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Ein Team aus Fachärzten, Krankenschwestern und -pflegern, Ernährungsberatern und Versicherungsexperten gibt kompetente Auskünfte zu den Themen Medizin und Versicherung.

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Letzte Änderung: 26.08.2019