Sodbrennen: Wann ist eine Behandlung notwendig?

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Schwangere sitzt mit Sodbrennen auf dem Sofa und hält sich Kopf und Bauch. - Bildnachweis: © istockphoto.com / grinvalds

Ständiges Sodbrennen sollten Sie nicht ignorieren, sondern ernst nehmen! Ohne Behandlung können sonst weitere Erkrankungen entstehen.

Wenn Sie öfter unter Sodbrennen leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Das gilt besonders, wenn Sie starke Schmerzen oder Krämpfe haben oder unter Übelkeit leiden.

Rezeptfreie Medikamente sind keine Dauerlösung

Rezeptfreie Medikamente sind keine Dauerlösung bei regelmäßigem Sodbrennen: Sie neutralisieren kurzfristig die Säure, bekämpfen aber nicht die Ursache. Auf lange Sicht kann häufig wiederkehrendes Sodbrennen Schaden im Körper anrichten: Die Schleimhaut in der Speiseröhre leidet unter den ständigen Säureangriffen und kann sich entzünden oder sogar Geschwüre bilden.

Grund zur Panik besteht jedoch keinesfalls. Schwerwiegende Erkrankungen durch Sodbrennen sind die Ausnahme, das besagt die von Medizinern aufgestellte so genannte „10er-Regel“: Ihr zufolge entsteht nur bei jedem Zehnten, der unter regelmäßigem Sodbrennen leidet, eine echte Speiseröhrenentzündung (Refluxösophagitis). In 10 Prozent dieser Fälle wachsen an der entzündeten Stelle „falsche“ Zellen, was nach seinem Entdecker Barrett-Syndrom genannt wird. Etwa jeder Zehnte dieser Barrett-Betroffenen erkrankt an Speiseröhrenkrebs. Umso wichtiger ist es deshalb, bei regelmäßigen Beschwerden, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen.

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Der Arztbesuch: Die Ursachen abklären

Damit der Arzt die Ursachen für Ihr Sodbrennen abklären kann, sollten Sie ihm genau schildern, wie häufig und in welchen Situationen Sie darunter leiden. Eine Liste all Ihrer Medikamente (auch nicht verschreibungspflichtige) ist hilfreich.

Für eine eindeutige und differenzierte Diagnose ist eine Spiegelung von Speiseröhre, Magen und oberem Zwölffingerdarm notwendig, verkürzt oft als „Gastroskopie“ bezeichnet. Im Anschluss kann Ihr Arzt mit Ihnen die für Sie passende Therapie besprechen – damit Sie das üble Brennen dauerhaft loswerden.


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Letzte Änderung: 16.02.2016