Schilddrüsenunterfunktion – zu wenige Hormone

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Ärztin tastet den Hals einer jungen Frau ab.

Bildnachweis: © wdv / Olaf Georg Hermann

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) bildet der Körper zu wenige Schilddrüsenhormone. Frauen sind häufiger davon betroffen als Männer. Heilbar ist eine Schilddrüsenunterfunktion nicht. Tabletten ersetzen die fehlenden Hormone jedoch, sodass die Patienten ein normales Leben führen können.

Ursachen

Häufig liegt eine Entzündung der Schilddrüse zugrunde, besonders oft die Autoimmunerkrankung Hashimoto Thyreoiditis, eine chronische Schilddrüsenentzündung. Selten beruht eine Unterfunktion auf Fehlfunktionen bestimmter Hirnregionen oder auf einer Behandlung mit Medikamenten, die eine Überfunktion bekämpfen sollen. Ebenfalls selten ist die angeborene Schilddrüsenunterfunktion.

Symptome

Die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion sind vielfältig und individuell verschieden. Die Betroffenen leiden zum Beispiel unter Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, depressiver Stimmung, Verstopfung, Gewichtszunahme, Frauen auch unter Zyklusstörungen. Sie sind kälteempfindlich, die Haut kann trocken sein, das Haar spröde, das Gesicht geschwollen. Die Stimme klingt eventuell heiser.

Diagnose

Für die Diagnose wird untersucht, ob das Blut genügend oder zu wenige Schilddrüsenhormone enthält. Gegebenenfalls werden per Ultraschall (Sonografie) Form und Größe der Schilddrüse bestimmt.

Arzt hört mit dem Stethoskop die Brust eines Mannes ab.

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Behandlung

Bei der Therapie einer Schilddrüsenunterfunktion kommen Medikamente zum Einsatz, die das künstlich hergestellte Hormon Levothyroxin enthalten und die Symptome der Erkrankung bekämpfen.


Jodbilanz im Lot

Damit die Schilddrüse gesund bleibt, sollte ein Erwachsener täglich 180 bis 200 Mikrogramm Jod zu sich nehmen. Das ist gar nicht schwer.

Letzte Änderung: 06.06.2017