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Test – Sind Sie ein Hypochonder?

ArtikelLesezeit: 4:00 min.
Mann stützt den Kopf in die Hände.

Bildnachweis: © istockphoto.com / tarasov_vl

Hypochonder leiden unter der ständigen Furcht, eine schlimme Krankheit zu haben. Von ihren Mitmenschen werden sie meist belächelt. Zu Unrecht, denn bei der Hypochondrie handelt es sich um ein ernstes psychisches Leiden.

Expertenbild

Die Expertin zum Thema

Dr. Julia Petmecky

Psychologin
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Sind die anhaltenden Kopfschmerzen vielleicht durch einen Tumor verursacht? Und könnte das Ziehen in der Brust auf einen drohenden Herzinfarkt hinweisen? Hypochonder vermuten hinter allem eine schwere Krankheit.

Hier gelangen Sie direkt zum Selbsttest und zu den Tipps für Angehörige.

Schätzungen zufolge sind zwischen einem und sieben Prozent der Deutschen von der Angst vor Krankheit, Behinderung oder Tod betroffen – in unterschiedlichem Ausmaß. So hat der Großteil nur leichte gesundheitsbezogene Ängste.

Von ihren Mitmenschen werden Hypochonder oft belächelt. Dabei ist die Angst vor Krankheiten eine ernst zu nehmende psychische Störung. Betroffene nehmen dabei eigentlich normale Körpersignale wie etwa den Herzschlag übersteigert wahr. Oder sie fixieren sich auf kleine (harmlose) Symptome und vermuten dahinter eine ernste Krankheit. Oft fokussiert sich die Aufmerksamkeit auf ein oder zwei bestimmte Organe, wie beispielsweise den Darm oder das Herz. Die ständige Angst ist für Betroffene eine große Belastung, häufig kommt auch eine Depression hinzu.

Hypochondrie – das sind die Symptome

  • große Angst vor Krankheit, Schmerzen, Behinderung oder Tod
  • die Angst schränkt das alltägliche Leben ein
  • die Angst versteift sich meist konkret auf bestimmte Krankheiten
  • ausführliches Sammeln von Informationen in Bezug auf die befürchtete Krankheit – dabei kann die ständige Recherche, vor allem im Internet, die Angst weiter verstärken
  • über- oder gesteigerte Wahrnehmung von Körpersignalen, wie etwa dem Herzschlag

Hypochonder versuchen, eine Bestätigung für ihre Krankheit zu bekommen. Daher haben viele einen Ärztemarathon hinter sich. Denn auch wenn die Mediziner nichts finden, ist das für Hypochonder kein Grund, beruhigt zu sein. Die Angst oder die befürchtete Krankheit ist außerdem immer wieder Thema in persönlichen Gesprächen.

Krankheitsbild Hypochondrie

Die Weltgesundheitsorganisation betrachtet Hypochondrie als eigenständige Krankheit. Man spricht davon, wenn Betroffene

  • mindestens sechs Monate unter ständigen Beschwerden leiden – ohne organischen Befund
  • nur vorübergehend oder gar nicht akzeptieren, dass es keine körperlichen Gründe für ihre Beschwerden gibt
  • häufig den Arzt wechseln („Doctor-Hopping“)
  • von ihrer Krankheit im Alltag stark beeinträchtigt werden

Am häufigsten haben Hypochonder Angst vor Krankheiten des Magen-Darm-Trakts, Muskel- und Skeletterkrankungen oder Krebs. Oft entwickeln Betroffene tatsächlich entsprechende Symptome – ohne dass eine körperliche Ursache dafür gefunden wird.

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Wie wird Hypochondrie behandelt?

Erster Anlaufpunkt ist der Hausarzt – er hat im besten Fall auch einen Überblick über die Geschichte und verschiedenen Arztbesuche der Betroffenen. Wenn andere Krankheiten als Ursache ausgeschlossen werden können, kann er den Patienten zum Psychiater oder Psychologen überweisen. Allerdings ist eine Therapie nur dann sinnvoll, wenn die Betroffenen die Notwendigkeit auch einsehen und zustimmen.

Mithilfe der Therapie versuchen die Patienten, die wahre Ursache ihrer Ängste herauszufinden. Außerdem sollen sie nach und nach erkennen, dass ihre Symptome nur auf der eigenen Angst beruhen und nicht auf einer Krankheit.

Weiterhin lernen Betroffene, ihre eigenen Körpersignale wieder richtig zu deuten. Die Therapie hilft ihnen auch dabei, neue Verhaltensweisen zum Umgang mit den Ängsten einzuüben.

Ergänzend können auch bestimmte Medikamente eingesetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die auch bei vielen anderen psychischen Krankheiten eingesetzt werden.

Hypochondrie kann oft nicht komplett geheilt werden. Durch die Therapie können Betroffene aber die Belastung durch die Krankheit im Alltag verringern.

Tipps für Angehörige

  • Für den Betroffenen sind die Schmerzen oder Symptome real. Versuchen Sie daher zu verstehen, dass Ihr Angehöriger tatsächlich leidet. Sätze wie „Das bildest du dir nur ein“ sind deshalb nicht hilfreich.
  • Befeuern Sie die Krankheitsangst nicht zusätzlich.
  • Sprechen Sie bei Ihrem Angehörigen an, dass es sich bei seiner Krankheitsangst möglicherweise um eine psychische Störung handelt. Bieten Sie Ihre Unterstützung an, indem Sie zum Beispiel gemeinsam zum Hausarzt gehen oder nach einem Psychotherapeuten suchen.

Selbsttest: Sind Sie ein Hypochonder?

Frage 1 von 10:

Machen Sie sich oft Sorgen, dass Sie möglicherweise eine ernsthafte Krankheit haben?

Bitte beantworten Sie die Fragen, um fortzufahren!

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Frage 2 von 10:

Werden Sie von einer Vielzahl unterschiedlicher Schmerzen und Krankheitsanzeichen geplagt?

Bitte beantworten Sie die Fragen, um fortzufahren!

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Frage 3 von 10:

Sind Sie sich häufig der verschiedenen Vorgänge bewusst, die in Ihrem Körper ablaufen?

Bitte beantworten Sie die Fragen, um fortzufahren!

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Frage 4 von 10:

Wenn Sie durch Bekannte oder Medienberichte auf eine Krankheit aufmerksam gemacht werden, befürchten Sie dann, ebenfalls daran zu erkranken?

Bitte beantworten Sie die Fragen, um fortzufahren!

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Frage 5 von 10:

Fühlen Sie sich von Ihren Mitmenschen manchmal nicht ernst genommen, wenn Sie sich krank fühlen?

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Frage 6 von 10:

Misstrauen Sie Ihrem Arzt, wenn er sagt, dass mit Ihnen alles in Ordnung ist?

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Frage 7 von 10:

Denken Sie, dass Sie sich über Ihre Gesundheit mehr Sorgen machen als die meisten anderen Leute?

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Frage 8 von 10:

Befürchten Sie, dass mit Ihrem Körper ernsthaft etwas nicht stimmt und die Ärzte das eventuell nicht erkennen?

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Frage 9 von 10:

Kontrollieren Sie häufig Ihren Blutdruck und Puls oder führen Selbsttests durch?

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Frage 10 von 10:

Wechseln Sie häufig Ihre Ärzte, weil Sie ihnen nicht vertrauen?

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Keine Sorge!

Sie müssen sich keine Sorgen machen, denn Sie zeigen keine Anzeichen für eine Hypochondrie.

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Vorsicht!

Vorsicht, Sie beobachten Ihren Körper sehr intensiv. Da kann es schnell passieren, dass Sie harmlose Anzeichen überbewerten. Sprechen Sie mit einem Arzt oder Psychologen über dieses Problem.

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Hypochonder-Gefahr!

Die Angst vor Krankheiten bestimmt Ihr Denken und Handeln. Dadurch werden vermutlich viele Bereiche Ihres Lebens beeinflusst. Vertrauen Sie sich dringend einem Arzt oder einem Psychologen an, damit Sie Ihr Leben wieder genießen können.

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Hinweis: Dieser Test kann weder eine ärztliche Diagnose ersetzen, noch den Besuch beim Arzt. Er klärt lediglich ab, ob eine Tendenz zur Hypochondrie besteht.


Letzte Änderung: 08.04.2021