Atypischer Autismus

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Typische Formen von Autismus sind frühkindlicher Autismus und das Asperger-Syndrom, wenn sie auch individuell unterschiedlich ausgeprägt sind. Eine dritte Form wird atypischer Autismus genannt. Er unterscheidet sich von den anderen Formen darin, dass die Symptome nicht dem typischen Bild dieser Störungen entsprechen, also nicht alle drei Kriterien nachgewiesen werden können.

Symptome

Intelligenzminderung, mangelndes Sprachvermögen, Auffälligkeiten im Kontakt mit anderen Menschen: diese Symptome können, müssen aber beim atypischen Autismus nicht in vollem Umfang vorliegen. Allerdings können sie später auftreten. Manchmal fehlt außerdem das für Autisten typische stereotype Verhaltensmuster. Wenn dagegen Symptome aus einem bestimmten Hauptbereich fehlen, können die übrigen stärker ausgeprägt sein.

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Diagnose

Bei der Diagnose werden dieselben Kriterien untersucht wie bei anderen Patienten, bei denen der Verdacht auf Autismus besteht. Es geht also darum, durch Beobachten, Befragen der Eltern oder des Kindes sowie medizinisch-psychologische Tests herauszufinden, ob und welche Störung vorliegt.

Behandlung

Auch beim atypischen Autismus werden Verhaltens- und/oder Sprachtherapien angewandt. Darüber hinaus gibt es Elterntrainings, die die Eltern therapeutisch anleiten und damit auch das Kind stärken.

Letzte Änderung: 17.07.2017