Pfeiffersches Drüsenfieber: Ursachen, Symptome und Behandlung

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Ärztin tastet den Hals einer jungen Frau ab.

Bildnachweis: © wdv / Olaf Georg Hermann

Schlappheit, Fieber, geschwollene Lymphknoten – die Ursache könnte das Pfeiffersche Drüsenfieber (Mononukleose) sein. Die ansteckende Krankheit betrifft vor allem Jugendliche und junge Erwachsene. Die Übertragung erfolgt über Speichel, weshalb das Pfeiffersche Drüsenfieber im Volksmund auch „Kusskrankheit“ genannt wird.

Früher oder später kommt fast jeder Mensch mit dem hoch ansteckenden Epstein-Barr-Virus (EBV), der das Pfeiffersche Drüsenfieber auslöst, in Berührung. Etwa 95 Prozent der Weltbevölkerung tragen den Virus in sich. Der EBV gehört zur Familie der Herpesviren.

Im Kindesalter verläuft die Infektion meist unbemerkt oder zumindest harmlos. Aufgrund seiner erkältungsähnlichen Symptome, wird der Krankheitserreger bei Kleinkindern oft gar nicht als EBV erkannt. Bei Jugendlichen und Erwachsenen äußert er sich dagegen bei etwa der Hälfte der Erstinfektionen deutlich mit den Symptomen des Pfeiffisches Drüsenfiebers.

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Krankheitsverlauf

Die Ansteckung erfolgt über den Speichel, etwa über das Anhusten, Niesen oder auch das Küssen. Während der folgenden etwa vier Wochen dauernden Inkubationszeit vermehren sich die Viren zunächst im Rachen- und Gaumenbereich. Die Folge sind geschwollene Mandeln, leichtes Fieber und Schluckbeschwerden. Von den Mandeln aus breiten sich die Erreger dann über den Blutkreislauf im gesamten Lymphsystem aus. Die Lymphknoten, vor allem im Hals- und Nackenbereich, schwellen an. Nach zwei bis drei Wochen klingen die Symptome dann in den meisten Fällen wieder ab.

Behandlung

In der Regel verläuft das Pfeiffersche Drüsenfieber unproblematisch und benötigt keine spezielle Therapie. In etwa zehn Prozent der von Symptomen begleiteten Krankheitsfälle kommt es aber zu Komplikationen, die mit einer Milzschwellung oder Leberentzündung einhergehen.

Wer einmal die Krankheit durchgemacht hat, bekommt das Drüsenfieber in der Regel nicht noch einmal. Allerdings verbleibt der Virus weiter im Körper. Solange das Immunsystem gesund ist, hält es diesen aber problemlos in Schach.

Letzte Änderung: 13.03.2016