Mandelentzündung: Wie entsteht eine Tonsillitis?

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Eine Frau sitzt am Tee trinkend am Küchentisch mit einer Wolldecke um die Schultern und fasst sich an den schmerzenden Hals.

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Schluckbeschwerden, Halsschmerzen und Fieber – da ist wohl eine Mandelentzündung im Anmarsch. Kinder und Jugendliche leiden besonders häufig unter der so genannten Angina tonsillaris. Doch auch Erwachsene können betroffen sein. Wir sagen Ihnen, welche Funktion unsere Mandeln haben und wie eine Mandelentzündung entsteht.

Die Mandeln – unsere „Gesundheitspolizei“

Die Gaumenmandeln (Tonsillen) sind Teil unseres Immunsystems. Sie befinden sich am Übergang von der Mundhöhle zum Schlund zwischen den vorderen und hinteren Gaumenbögen. Öffnen wir den Mund vor dem Spiegel, können wir einen Teil von ihnen erkennen. Der größere Anteil ist jedoch nicht zu sehen.

Die Aufgabe der Mandeln besteht darin, Infekte abzuwehren. Sie überwachen den Eingang zur Luft- und Speiseröhre und fangen Krankheitserreger, wie Viren oder Bakterien, ab. In den ersten drei Lebensjahren eines Menschen sind die Gaumenmandeln sehr groß – in dieser Zeit müssen sie nämlich ihre Abwehrfunktion als „Gesundheitspolizei“ ausbilden. Sobald die Tonsillen einen Infekt abwehren, schwellen sie an.

Mandelentzündung: Auslöser können Viren oder Bakterien sein

Wenn sich die Gaumenmandeln entzünden, spricht man von einer Mandelentzündung. Meist wird sie durch Viren ausgelöst, der Patient leidet dann unter grippeähnlichen Symptomen und nach wenigen Tagen verschwindet die Mandelentzündung wieder von selbst.

Manchmal sind jedoch Bakterien im Spiel, häufig Streptokokken. Die Bakterien können eitrige Mandeln verursachen. Wenn die bakterielle Entzündung trotz Behandlung länger bleibt oder immer wieder aufflammt, spricht man von einer chronischen Mandelentzündung.

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Letzte Änderung: 15.12.2014