Die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen

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Schere, Verband und Pflaster.

Bildnachweis: © wdv / Bernhard Rüttger

In Ihrer unmittelbaren Gegenwart geschieht ein Unfall und es gilt, Erste Hilfe zu leisten. Nun heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. vigo online beschreibt die wichtigsten Maßnahmen rund um das Verhalten im Notfall Schritt für Schritt.

Grundsätzlich gilt bei jeder Notsituation: Kontaktieren Sie umgehend die Polizei unter 110 oder die Feuerwehr unter 112. Darüber hinaus ist es ratsam, die Rufnummer einer nahe gelegenen Giftnotrufzentrale in Ihrem Mobiltelefon abgespeichert zu haben.

Hier eine Übersicht über Erste-Hilfe-Maßnahmen bei bestimmten Notsituationen:

Allergischer Schock

  • Schauen Sie als erstes beim Betroffenen nach, ob er ein Allergie-Notfallset bei sich trägt (Adrenalin-Fertigspritze, Alkoholtupfer, Antihistaminika-Tabletten oder Kortisonsaft).
  • Setzen Sie das Notfallset entsprechend ein.
  • Ist kein Notfallset auffindbar, bleiben Sie auf jeden Fall bei dem Patienten, bis der Notarzt eintrifft.

Asthma

  • Bringen Sie den Betroffenen in eine aufrechte Position und helfen Sie bei der Inhalation des Notfallsprays.
  • Beruhigen Sie den Betroffenen und befreien Sie ihn gegebenenfalls von einengender Kleidung im Halsbereich.

Fremdkörper im Auge

  • Reiben Sie niemals die Augen des Betroffenen.
  • Augen sanft verbinden.
  • Gelangen beispielsweise Staubkörner, Verschmutzungen oder Säure in das Auge, können Sie dieses sanft mit Wasser ausspülen.
  • Beruhigen Sie den Betroffenen.

Fremdkörper in der Luftröhre

  • Betroffene sollen aufrecht stehen und den Oberkörper nach vorne beugen.
  • Durch einen Schlag mit der flachen Hand zwischen die Schultern, versuchen Sie den Fremdkörper zu lösen.
  • Bei Atemstillstand muss der Betroffene eine Atemspende (zum Beispiel Mund-zu-Nase-Beatmung) erhalten.

Fremdkörper in Wunden

  • Weit aus der Wunde herausragende Fremdkörper sollten Sie so verbinden und umpolstern, dass keine weiteren Verletzungen entstehen können.
  • Stecken die Fremdkörper in der Wunde, muss auf einen Arzt gewartet werden.

Knochenbrüche

  • Bruchstelle nicht bewegen.
  • Versorgen Sie offene Brüche mit einer Wundauflage.
  • Polstern Sie das betroffene Glied weich.

Stromschläge

  • Berühren Sie den Betroffenen niemals direkt, weil Sie sonst selber einen Stromschlag oder eine Muskelverkrampfung erleiden können.
  • Unterbrechen Sie die Stromquelle durch Abziehen des Elektrosteckers oder Entfernen der Sicherungen.
  • Alternativ: Lösen Sie den Betroffenen mithilfe von trockenen Gegenständen, die Strom schlecht leiten (zum Beispiel Holz, Kunststoff, Stoff oder Leder), von der Stromquelle.
  • Bringen Sie den Betroffenen anschließend in die stabile Seitenlage.
  • Danach versorgen Sie – je nach Zustand – die Brandwunden oder leiten die Herz-Lungen-Wiederbelebung ein.

Verbrennungen und Verbrühungen

Brennen die Kleider, sollten Sie die Person …

  • … am Weglaufen hindern,
  • … mit einer Lösch- oder Wolldecke bis zum Hals einwickeln,
  • … auf den Boden legen und mit den Händen an der Decke in Richtung der Füße entlang streichen, um die Flammen zu ersticken.

Generell gilt:

  • Versuchen Sie, zuerst die Flammen zu löschen bevor Sie Hilfe holen.
  • Betroffene Stellen so schnell wie möglich mit Wasser kühlen.
  • Kleidung vorsichtig entfernen, ohne Wunden aufzureißen.
  • Wunden mit keimfreien Brandverbänden bedecken.
  • Entfernen Sie heiße und brennende Stoffe, die unmittelbar auf die Haut gelangt sind, nicht selbst, da die Haut dabei weiter verletzt werden kann.

Vergiftungen

  • Kein Salzwasser und keine Milch geben.
  • Kein Erbrechen auslösen.
  • Geben Sie dem Betroffenen einige Schlucke Wasser zu trinken.
  • Spülen Sie nach Hautkontakt die eigenen Hände mit Wasser.
  • Sorgen Sie nach dem Einatmen giftiger Gase für Frischluftzufuhr.

Erste-Hilfe-Seminar

Notfallversorgung für Baby und Kind.


Letzte Änderung: 12.03.2014