Der Winter ruft alte Bekannte auf den Arznei-Plan: Lindenblüten sind ein beliebtes Heilmittel gegen Erkältungskrankheiten. Sie kommen unter anderem bei Husten und Fieber zum Einsatz. Erfahren Sie mehr über Sommer- wie Winterlinde und ihre Einsatzgebiete im vigo-Online-Heilpflanzen-Lexikon.
Viele Heilkräuter breiten sich gern an Waldrändern, auf Feldern oder Wegen aus. Nicht so die Linde: Sie wächst meist dort, wo der Mensch sie angepflanzt hat – an Straßen, in Parks und früher auf den Dorfplätzen. Die häufigsten Arten hierzulande sind die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) und die Winterlinde (Tilia cordata). Ihre Gemeinsamkeit sind die rispenartigen Blütenstände mit ihren Flügelblättern. Allerdings bildet die Sommerlinde pro Blütenstand nur zwei bis fünf Blüten aus während es bei der Winterlinde bis zu 15 sind. Sie blühen weißlich-gelb im Juni (Sommerlinde) bzw. Juli (Winterlinde). Ein weiterer Unterschied: Die Sommerlinde hat größere Blätter, die an der Unterseite weiß behaart sind.
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Von beiden Lindenarten werden die Blüten als Arznei verwendet. Sie enthalten unter anderem Schleimstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe und ätherisches Öl. Sie wirken schweißtreibend, reizlindernd, schleimlösend, entzündungshemmend, leicht beruhigend und schmerzlindernd.
Hauptsächlich werden Lindenblüten als Tee oder Tinktur zur inneren Anwendung eingesetzt. Die enthaltenen Schleimstoffe helfen dabei, trockenen Reizhusten und Halsschmerzen zu lindern. Außerdem kommen Lindenblüten bei fieberhaften Erkältungen, grippalen Infekten und Entzündungen der oberen Atemwege ebenso zum Einsatz wie bei der Behandlung von leichten Krämpfen, Migräne und Magenbeschwerden.
Aber auch äußerlich wird die Heilpflanze angewendet, beispielsweise in Badekonzentraten. So wirkt ein warmes Bad nicht nur herrlich entspannend, sondern auch beruhigend und einschlaffördernd.
Letzte Änderung: 07.12.2016
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