Warum Rauchen Ihre Haut altern lässt

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Rauchen ist Gift für die Haut. Der tägliche Konsum von 20 Zigaretten lässt die Haut insgesamt durchschnittlich um zehn Jahre altern.

Bei Frauen wirkt dieser Effekt noch stärker als bei Männern. „Das Rauchen ist nachgewiesenermaßen der wichtigste Faktor für die Hautalterung – neben UV-Strahlung und Umweltschadstoffen“, sagt Dr. Natalie Garcia Bartels, Oberärztin an der Hautklinik der Berliner Charité.

Der Grund: Die Haut wird durch die Wirkungen des Nikotins und anderer im Zigarettenrauch enthaltener Schadstoffe schlechter durchblutet. Damit bekommt sie weniger Sauerstoff und weniger Nährstoffe – sie wird grau und fahl.

Zigarettenrauch schadet der Haut auf vielfältige Weise:

  • Der ph-Wert der Haut verändert sich. Dadurch wird der Säureschutzmantel zerstört. Die Haut wird anfälliger.
  • Die Zahl der freien Radikale steigt. Je mehr freie Radikale im Körper sind, desto schneller altert auch die Haut.
  • Der Fettstoffwechsel wird beeinflusst. Dadurch vermindert sich die Fähigkeit der Oberhaut, Feuchtigkeit zu binden. Die ausgetrocknete Haut neigt dann vermehrt zu Fältchen.
  • Die Haut verliert die Fähigkeit, sich selbst zu erneuern. Das Altern der Haut wird durch das spezielle Enzym MMPs (Matrix Metalloproteinase) begünstigt. Körperzellen, die Tabakrauch ausgesetzt sind, produzieren wesentlich größere Mengen dieses Enzyms, stellten Forscher fest. Durch MMPs wachsen aber Hautzellen viel langsamer. Und es wird zusätzlich jenes Gewebe abgebaut, das frisches Kollagen für die sich erneuernde Haut produziert.

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Letzte Änderung: 04.12.2012