Eisenmangel - Was kann ich tun?

ArtikelLesezeit: 2:00 min.
Verschiedene Nüsse.

Bildnachweis: © wdv / Oana Szekely

Ist der Eisenspeicher Ihres Körpers leer, sollten Sie ihn schnellstmöglich wieder auffüllen. Im Normalfall genügt es, eisenreiche Nahrung auf den Speiseplan zu setzen. In seltenen Fällen – etwa wenn der Körper das Spurenelement nicht aufnehmen kann – muss es ihm durch Tabletten oder Infusionen zugeführt werden.

Eisenreiche Ernährung

Generell gilt: Der menschliche Körper kann nur zehn Prozent des zugeführten Eisens aufnehmen. Wir müssen ihm also die zehnfache Menge geben, um eine vollständige Versorgung zu gewährleisten.
Wichtige Eisenquellen sind tierische Erzeugnisse wie Fleisch und Fisch. In ihnen liegt das Eisen in gebundener Form vor, was unser Körper besonders gut aufnehmen kann. Vegetarier sollten bei eisenreichen pflanzlichen Lebensmitteln wie grünen Gemüsesorten, weißen Bohnen, Sojabohnen und Nüssen zugreifen. Aber auch Rote Bete, Kakao, Rhabarber und Vollkornprodukte sind eisenreich.

Zwei Pärchen kochen gemeinsam.

AOK-Kurse vor Ort

Finden Sie einen Ernährungskurs in Ihrer Nähe.

Eisentabletten

Ist Ihr Eisendepot aufgebraucht, kann es sein, dass Ihr Hausarzt Ihnen Tabletten empfiehlt. Da der Körper dieses Spurenelement schwer aufnimmt, braucht er für eine vollständige Aufnahme Vitamin C. Eine solche Eisenkur kann sich über mehrere Monate erstrecken. Beachten Sie bei der Einnahme dieser Präparate, dass Tee, Kaffee, Magnesium und Kalzium die Aufnahme des Spurenelements behindern. Nehmen Sie Ihre Eisentabletten deshalb zeitlich versetzt zu diesen Nahrungsmitteln ein.

Eiseninfusionen

Wenn der Körper Eisen nur schlecht aufnehmen kann, muss ihm das Spurenelement über die Blutbahn zugeführt werden. In solchen Fällen sind Eiseninfusionen sinnvoll. Da auf eine solche Infusion Übelkeit, Bauchschmerzen und ein allergischer Schock folgen können, muss sie von einem Facharzt überwacht werden.


Letzte Änderung: 19.12.2017