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Die richtige Matratze und Bettdecke: Diese Typen gibt es

ArtikelLesezeit: 3:00 min.
Paar liegt im Bett, der Mann wacht auf und streckt sich.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Jeder Mensch verbringt etwa ein Drittel seines Lebens im Bett. Da sollte die Matratze und Bettdecke zu den jeweiligen Schlafbedürfnissen passen, schließlich will man viele Jahre lang Nacht für Nacht gut liegen. Wir fassen zusammen, welche Typen es gibt und wie Sie die passende finden.

Diese Matratzentypen gibt es

Federkernmatratzen

Federkernmatratzen liegen in fast zwei Dritteln aller deutschen Betten, was wohl nicht zuletzt auf ihrem günstigen Preis beruht. Ihre Elastizität erhalten sie durch Metallfedern. Sie sind miteinander verbunden, so dass die Matratze nur als Ganzes federt. Sie kann sich den Körperkonturen und -bewegungen nicht so genau anpassen. Fachleute sprechen von „mangelnder Punktelastizität“. Umschlossen wird der Federkern von mehreren Polsterschichten aus Schaumstoff, Rosshaar oder anderen Materialien. Durch die luftige Polsterung kann sie gut atmen.

Vorteil: Hohe Feder- und Stützkraft durch miteinander verbundene Federn, beste Durchlüftung.

Nachteil: Starres, sich kaum dem Körper anpassendes System, die Matratzen sind nur selten mit waschbaren Bezügen erhältlich. Minderwertige Federn bilden schnell Kuhlen, was ungesund für die Lendenwirbel ist.

Preis: etwa 40 bis 370 Euro

Taschenfederkernmatratzen

Taschenfederkernmatratzen sind eine deutlich komfortablere Variante der Federkernmatratze. Hier sind die Federn einzeln in Stoffsäckchen eingenäht, die Matratze reagiert also punktelastischer. Darüber hinaus besitzt ihr Kern mehr Federn.

Vorteil: Hohe Feder- und Stützkraft, größere Flexibilität, beste Durchlüftung.

Nachteil: In der Regel nicht mit waschbaren Bezügen erhältlich, bei minderwertigen Federn besteht das Problem der Kuhlenbildung.

Preis: etwa 150 bis 590 Euro

Kaltschaummatratzen

Kaltschaummatratzen bestehen in der Regel aus dem Kunststoff Polyurethan, abgekürzt PU oder PUR. Ihr Name rührt daher, dass die Rohmasse kalt aufgeschäumt wird. Vereinzelt gibt es auch noch andere, weniger hochwertige Schaumstoffarten. Deshalb ist es wichtig nachzufragen, wenn die Matratze im Geschäft nur als „Schaumstoffmatratze“ gekennzeichnet wird. Ein Qualitätskriterium für Kaltschaum ist seine in RG (Raumgewicht) angegebene Dichte. Eine Matratze mit RG 40 wiegt 40 Kilo pro Kubikmeter. Je höher der Wert, desto stabiler und langlebiger die Matratze. Kaltschaummatratzen besitzen eine hohe Punktelastizität, passen sich also der Körperkontur gut an. Als Leichtgewicht lassen sie sich relativ mühelos beziehen – vor allem bei französischen Betten ein großer Vorteil.

Vorteil: Obwohl die Matratze weich ist, kann sie den Körper optimal stützen. Die Matratzen sind langlebig und gewährleisten eine gute Durchlüftung.

Nachteil: sehr leicht entflammbar.

Preis: etwa 170 bis 650 Euro

Latexmatratzen

Latexmatratzen passen sich dem Körper genauso gut an wie Kaltschaummatratzen, das Liegegefühl ist aber anders. Damit die Matratze atmen kann, wird die Zellstruktur des Latex bei der Herstellung aufgebrochen. Zusätzlich bekommt sie Drainagen, um die Feuchtigkeit abzuleiten. Latexmatratzen brauchen Luft, sie gehören nicht in einen geschlossenen Bettkasten. Wer nicht so gut heben kann, sollte sich keine Latexmatratze ins Bett legen, denn sie ist sehr schwer – das kann beim Beziehen hinderlich sein.

Vorteil: Obwohl sie weich sind, können sie den Körper optimal stützen. Sehr langlebig.

Nachteil: Weniger gute Durchlüftung und dadurch problematisch beim Temperaturausgleich, die Matratzen sind sehr schwer.

Preis: etwa 160 bis 500 Euro

So finden Sie die richtige Matratze

Wer eine neue Matratze sucht, sollte auf ein paar Dinge achten.

Die richtige Größe

Die Matratze sollte mindestens 90 Zentimeter breit und mindestens 20 Zentimeter länger als die Körpergröße sein.

Durchgängig oder getrennt?

Wenn zwei Personen in einem Bett schlafen, sind zwei getrennte Matratzen besser als ein durchgängiges, französisches Modell. Dann stören die Bewegungen des Partners nicht und jeder kann die für sich optimale Matratze auswählen.

Welches Material?

Wer auf Naturmaterialien Wert legt, hat die Wahl zwischen einer Feder- oder Taschenfederkernmatratze mit Rosshaar und Wolle sowie einer Latexmatratze mit einem hohen Anteil an Naturkautschuk. Für Hausstauballergiker eignen sich Kaltschaummatratzen besser, denn sie bieten in ihrem Kern kaum Lebensraum für Milben. Hier sollte sich der Bezug abnehmen und bei 60 Grad waschen lassen.

Welche Härtestufe?

Alle Arten von Matratzen gibt es in verschiedenen Härtestufen. Als Faustregel gilt: Je schwerer der Schläfer, desto härter darf die Matratze sein. Beim Probeliegen erkennt man, ob der Härtegrad stimmt. Die richtige Matratze gibt an den Schultern sanft nach und stützt leicht die Taille. So werden Wirbelsäule und Bandscheiben entlastet, der Rücken kann während des Schlafs regenerieren.

Das passende Lattenrost

Meist rät das Verkaufspersonal dazu, zusammen mit der Matratze gleich den passenden Rost zu kaufen. Für die körpergerechte Lage spielt er aber eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, dass der Abstand zwischen den Leisten nicht mehr als fünf Zentimeter beträgt. Ansonsten genügt für Federkernmatratzen ein einfacher Lattenrost, ein federndes Modell ist optimal für elastische Kaltschaum- oder Latexmatratzen. Ein höhenverstellbarer Lattenrost sollte nicht mit einer Federkernmatratze kombiniert werden, denn die ist zu steif, um sich der Form des Rostes richtig anzupassen.

Junge Frau mit Wollpullover am Meer.

Stress im Griff

Lernen Sie, Ihren Stress zu verringern.

Die richtige Bettdecke

Die ideale Decke muss vor Zugluft schützen, die Körpertemperatur auf 37 Grad halten und sollte daher mindestens 30 Zentimeter länger als die Körpergröße sein. Das Füllmaterial und der Bezugsstoff müssen den Feuchtigkeitshaushalt regulieren, je nach Außentemperatur wärmen oder kühlen und die Atmungsaktivität sicherstellen.

Wenn Sie nachts frieren oder schwitzen, haben Sie die falsche Decke. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie die Betten genäht sind:

  • Ballondeckbett: Das Ballondeckbett erinnert an Omas Zeiten. Die Füllung können Sie jederzeit dorthin schütteln, wo Sie sie haben möchten. Dieses Bett ist nicht abgesteppt.
  • Karosteppdecke: Die Karosteppdecke hat eingenähte Stege, die das Verrutschen der Füllung zwar eindämmen, aber nicht ganz verhindern.
  • Dauneneinziehdecke: Bei der Dauneneinziehdecke verrutscht die Füllung auf keinen Fall. Die Decke ist in kleinen Karos abgesteppt, die Ober und die Unterseite sind direkt aufeinander genäht.
  • Kassettendaunendecke: Auch bei der Kassettendaunendecke ist kein Verrutschen möglich. Es können auch keine Kältezonen entstehen, weil die Kammern (anders als bei der Dauneneinziehdecke) mit Stegen zugenäht sind.
  • Duo-Steppbett: Das Duo-Steppbett besteht aus zwei Decken, die am Rand aneinander genäht sind. Die isolierte Luftschicht zwischen den beiden Decken sorgt für ein ideales Schlafklima.
  • Vier-Jahreszeiten-Bett: Eine Vier-Jahreszeiten-Bettdecke besteht aus zwei einzelnen Bettdecken, die zusammengeknöpft werden. Im Winter nutzt man beide Decken. Wenn es wärmer wird, knöpft man einfach eine Decke ab.

Daune ist nicht gleich Daune

Originaldaunen 1. Klasse stammen von der Gans oder Ente. Halbdaunen bestehen zu 15 Prozent aus Daunen und zu 85 Prozent aus Federn, Dreivierteldaunen zu 30 Prozent aus Daunen und 70 Prozent aus Federn und fedrige Daunen bestehen zu 50 Prozent aus Daunen.


Letzte Änderung: 22.09.2021