Die HPV-Impfung: Schutz vor Gebärmutterhalskrebs

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Frauenärztin im Gespräch mit einer Patientin.

Bildnachweis: © wdv / Knut Wörner

Die HPV-Impfung schützt junge Mädchen vor der Infektion mit bestimmten Typen der humanen Papillomviren. Die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs ist damit nahezu ausgeschlossen.

Bis zu 70 Prozent der schweren Zellveränderungen am Gebärmutterhals haben eine Infektion durch die Hochrisiko-HPV-Typen 16 und 18 als Ursache. Die HPV-Impfung verhindert in nahezu 100 Prozent eine Ansteckung mit diesen zwei Virustypen. So kann es nicht zu Zellveränderungen, d. h. zu Krebsvorstufen und damit zu Krebs, durch HPV 16 und 18 kommen.

Ein Schutz durch die HPV-Impfung besteht allerdings nur, wenn vor der Impfung noch keine Infektion mit den HPV-Typen 16 und 18 bestanden hat.

Junge Patientin bekommt eine Impfung in den Oberarm.

HPV-Impfung

Die AOK übernimmt die Kosten für Mädchen zwischen 9 und 17 Jahren.

Ein Drittel der Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs ist durch eine Infektion mit anderen HPV-Typen erkrankt, gegen die die Impfung nichts ausrichten kann. Aus diesem Grund bleiben trotz der HPV-Impfung weiterhin regelmäßige Kontrolluntersuchungen zur Krebsvorsorge die wichtigste Maßnahme zur Früherkennung von verdächtigen Zellveränderungen.

Die Ständige Impfkomission am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für alle Mädchen zwischen neun und 17 Jahren. Die Kosten der Impfungen werden von der AOK Rheinland/Hamburg übernommen.


Letzte Änderung: 17.12.2014