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Die HPV-Impfung: Schutz vor Gebärmutterhalskrebs

ArtikelLesezeit: 2:00 min.
Frauenärztin im Gespräch mit einer Patientin.

Bildnachweis: © wdv / Knut Wörner

Die HPV-Impfung schützt Mädchen und Jungen vor der Infektion mit bestimmten Typen der humanen Papillomviren. Die HPV-Viren können unter anderem Gebärmutterhalskrebs, aber auch Krebs im Mund und Genitalbereich bei Männern auslösen. Daher empfiehlt die STIKO eine Impfung für Mädchen und Jungen.

Bis zu 70 Prozent der schweren Zellveränderungen am Gebärmutterhals haben eine Infektion durch die Hochrisiko-HPV-Typen 16 und 18 als Ursache. Davon sind aber nicht nur Frauen betroffen: Auch bei Männern können HPV-Viren Krebs in Mund, Rachen, Anus oder Penis auslösen. Die HPV-Impfung verhindert in nahezu 100 Prozent eine Ansteckung mit diesen zwei Virustypen und daraus bedingte Zellveränderungen, die zu Krebs führen.

Ein Schutz durch die HPV-Impfung besteht allerdings nur, wenn es vor der Impfung noch keine Infektion mit den HPV-Typen gab.

Junge Patientin bekommt eine Impfung in den Oberarm.

Für Jungen und Mädchen

HPV-Impfung: Das übernimmt die AOK

Inzwischen gibt es einen HPV-Impfstoff, der gegen 90 Prozent aller HPV-Typen wirksam ist, die das Cervixkarzinom verursachen. Dennoch gehören trotz der HPV-Impfung weiterhin regelmäßige Kontrolluntersuchungen zur Krebsvorsorge zur wichtigsten Maßnahme zur Früherkennung von verdächtigen Zellveränderungen.

Die Ständige Impfkomission am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für alle Mädchen und Jungen zwischen neun bis 14 Jahren, möglichst vor dem ersten Sexualkontakt. Sie können Ihre Kinder aber bis zum 18. Lebensjahr nachimpfen lassen.


Letzte Änderung: 16.03.2020