Rauchen fördert Hauterkrankungen

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Nicht nur aus Schönheitsgründen sollte man seiner Haut zuliebe auf das Rauchen verzichten. Auch Hautkrankheiten begünstigt das Nikotin.

Akne

Die Haut ist fettig und übersät mit Unreinheiten wie Pickeln und Mitessern. Rauchen kann in jedem Alter die Akne verschlechtern, wie Untersuchungen zeigen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Nikotin direkt auf die Talgdrüsen einwirkt. Darüber hinaus werden Entzündungsstoffe freigesetzt. Durch das Rauchen verengen sich außerdem die Blutgefäße. Folge: Die Haut bekommt weniger Sauerstoff und kann daher nur schlecht atmen und durchblutet werden.

Schuppenflechte

Wissenschaftler haben festgestellt, dass Rauchen die Haut von Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) im Vergleich zu Nichtrauchern mit dieser Erkrankung deutlich verschlechtern kann. Bei Schuppenflechte handelt es sich um eine entzündliche Hauterkrankung. Die Haut ist gerötet und schuppt. Die Ursachen sind vermutlich eine fehlgeleitete Immunantwort der Haut - das heißt harmlose Stoffe werden als körperfeindliche Antigene erkannt, der Körper bildet antikörper dagegen – sowie genetische Veranlagung.

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Neurodermitis

Die Haut ist entzündet, rot und schuppig. Rund sieben Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Neurodermitis. Auch hier wirkt das Rauchen kontraproduktiv auf den Behandlungserfolg. Vor allem aufgrund der schlechten Durchblutung. Sogar Passivrauchen wirkt sich bei Neurodermitis negativ aus, wie eine größere Studie bei Schulkindern zeigt. Besonders jüngere Kinder, die in verrauchten Räumen groß werden, sind betroffen.

Hautkrebs

Einige Untersuchungen zeigen auch einen Zusammenhang zwischen dem Rauchen und Hautkrebs. Demnach haben Raucher ein höheres Risiko, an Hautkrebs zu erkranken als Nichtraucher. Hauptgrund für dieses erhöhte Krebsrisiko ist offenbar ein durch das Rauchen geschwächtes Immunsystem.

Letzte Änderung: 04.12.2012