Wundpflaster – Tipps für die Anwendung

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Schere, Verband und Pflaster.

Bildnachweis: © wdv / Bernhard Rüttger

Einen Wundschnellverband – besser bekannt als Pflaster – hat sicher jeder schon einmal verwendet. Wundpflaster sind die Erste Hilfe bei Schnitten oder Schürfwunden. Damit die Verletzung schnell und sauber heilt, sollte man jedoch ein paar grundlegende Dinge über den Umgang mit Pflastern wissen. In unserer Pflasterkunde beantworten wir die wichtigsten Fragen zur sicheren Anwendung des Ersthelfers.

Wie oft sollte ich ein Pflaster wechseln?

Das hängt von Art und Stelle der Verletzung ab. In Schnittwunden am Finger gelangen zum Beispiel schnell Bakterien oder Schmutz. Daher sollte das Pflaster an dieser Stelle mehrmals täglich gewechselt werden. Wenn das Pflaster hingegen sauber und trocken bleibt, kann es bei oberflächlichen Verletzungen auch ein paar Tage kleben bleiben.

Muss eine Salbe unter das Pflaster?

Nicht unbedingt. Bei oberflächlichen Schürfwunden reicht es, sie mit einem einfachen Pflaster zu bedecken. Auch enthalten viele moderne Wundpflaster bereits Bestandteile, die dafür sorgen, dass eine Wunde auch ohne Salbe nicht austrocknet – das fördert die Wundheilung und beugt Nabenbildung vor. Bei tieferen Schnitten sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Was ist, wenn Wunde und Pflaster sich verklebt haben?

Ist dies passiert, darf das Pflaster auf keinen Fall einfach abgezogen werden. Sonst besteht die Gefahr, dass die Wunder wieder aufreißt. Auch Bakterien haben dann freie Bahn. Besser ist es, das Pflaster vorsichtig mit einer sterilen Kochsalzlösung aus der Apotheke einzuweichen und dann zu entfernen.

Darf ich abgelaufene Pflaster noch verwenden?

Normale Wundpflaster können eigentlich nicht ablaufen, aber ihre Klebekraft verlieren. Sterile Pflaster verlieren aber mit der Zeit durch äußere Einflüsse ihre Sterilität und sollten daher regelmäßig ausgetauscht werden. Anders ist es bei Pflastern, die Wirkstoffe enthalten. Wie bei Medikamenten kann sich ihre Wirksamkeit nach dem Ablaufdatum verändern. Sie sollten deshalb nicht mehr verwendet werden.

Wie kann ich das Pflaster schmerzfrei entfernen?

Mit einem schnellen Ruck kann man sich am besten von einem Pflaster befreien, das eine kleine Verletzung abdeckt. Bei größeren Wunden, empfindlicher Haut oder hohem Schmerzempfinden können die Ränder des Pflasters mit etwas Babyöl abgelöst werden. Die Wunder selbst darf dabei aber nicht verunreinigt werden.

Was ist, wenn ich allergisch auf das Pflaster reagiere?

Reagiert die Haut unter dem Pflaster mit Juckreiz und Rötung, sind das Anzeichen einer allergischen Reaktion. Hier hilft der Einsatz eines Sensitivpflasters weiter. Manchmal reicht es auch schon, Pflaster eines anderen Herstellers zu verwenden. Wenn man auch das Sensitiv-Pflaster nicht verträgt, muss auf Verbände mit Kompressen und Bandagen ausweichen.

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Letzte Änderung: 07.01.2018