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Zecken

ArtikelLesezeit: 2:00 min.
Zwei Frauen und ein Mann mit Rucksäcken wandern durch einen Wald.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Zecken fallen nicht von Bäumen. Und beißen tun sie auch nicht, sondern sie stechen ihre Opfer - und zwar die Larven, Nymphen und erwachsene Zecken. Über die Blutsauger gibt es viele Gerüchte und noch mehr interessante Fakten.

Selten entdeckt man sie auf den ersten Blick. Die Zecke, auch Holzbock genannt, ist je nach Entwicklungsstadium winzig klein bis erbsengroß. Die Larven sind kleiner als ein Millimeter, die Nymphen (Zwischenstadium zwischen Larve und ausgewachsener Zecke) werden etwa ein bis zwei Millimeter groß. 

Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Zecken auf Bäumen sitzen. Tatsächlich leben sie hauptsächlich im Gras, Gebüsch und Unterholz. Wenn sie zustechen, können Zecken zahlreiche Krankheiten übertragen – auch für Menschen gefährliche Erkrankungen wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Ein kalter Winter kann den Zecken nichts anhaben. Denn bei diesen Parasiten führen gerade anhaltend niedrige Temperaturen dazu, dass ihre Zahl steigt. Schnee und Frost schützen die Zecken nämlich während ihrer Kältestarre. Ab etwa sieben Grad werden sie bereits aktiv und warten im Gebüsch auf ein geeignetes Lebewesen, das sie stechen können.

Hat eine Zecke zugestochen, bleibt sie bis zu neun Tage an ihrem Wirt hängen – und kann so über lange Strecken transportiert werden, bis sie sich schließlich fallen lässt. Das kann, je nachdem ob sie zum Beispiel auf einem Vogel oder einem Hund sitzt, in einem Garten, in einem Park oder in einer städtischen Grünanlage passieren. Dort wartet sie dann auf ihr nächstes Opfer.

Letzte Änderung: 10.06.2020