Pilze sammeln: 10 Tipps

ArtikelLesezeit: 3:00 min.
Pilze in einer Papiertüte.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Champignons, Steinpilze, Maronen und Pfifferlinge – jetzt beginnt die Pilzsaison. Was Sie beim Pilzesammeln beachten müssen, haben wir in 10 praktischen Tipps für Sie zusammengefasst.

1. Im Herbst suchen.

Pilze lieben Feuchtigkeit. Kein Wunder also, dass sie besonders im regennassen Herbst sprießen. Beginnen Sie aber mit dem Suchen nicht zu spät am Nachmittag. Denn im Herbst und noch dazu im Wald wird es schnell dunkel.

2. Bei Fichten und Kiefern suchen.

In jedem Waldgebiet, das größer als ein paar Quadratmeter ist, kann man Pilze finden. Bevorzugt wachsen sie in der Nähe von Fichten und Kiefern. Dort sollte man ganz genau hinschauen.

3. Pilze aus dem Boden nehmen.

„Es empfiehlt sich, Pilze stets ganz aus dem Boden zu nehmen, da das wichtigste Bestimmungsmerkmal mitunter nur an der Stielbasis zu finden ist“, rät Dieter Honstraß, Leiter der Pilzschule in Salzgitter. Nur wer sicher ist, dass er die richtigen Pilze erwischt hat, kann diese am Stiel dicht über dem Boden abschneiden.

4. Nur bekannte Pilze sammeln.

Sammeln Sie nur Pilze, die Sie als essbar und unschädlich kennen. In jedem Fall ist beim Suchen ein aktuelles Pilzerkennungsbuch sehr nützlich. Eine Lupe hilft, wichtige Merkmale wie gewellte oder gezackte Lamellen besser zu erkennen.

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5. Luftig transportieren.

Sammeln Sie Pilze in Körben oder Pappschalen, denn sie brauchen Luft. Nutzen Sie für den Transport auf keinen Fall Plastiktüten, geschlossene Gefäße oder einen Rucksack. Darin werden sie zerdrückt und faulen schneller.

6. Einige Pilze reichen.

Sammeln Sie nur so viele Pilze, wie Sie kurzfristig brauchen. Lassen Sie immer einige stehen, damit auch andere Pilzsucher etwas finden. Jeder wahre Pilzfreund beachtet zudem, dass besonders kleine Exemplare nicht abgepflückt werden dürfen, damit sie noch weiter wachsen können.

7. Straßen meiden.

Gerade in Städten reichen die Wälder häufig direkt an Straßen heran. Lassen Sie jedoch die Pilze in der Nähe von Wegen, die von Autos befahren werden, stehen. Denn Autoabgase enthalten Schadstoffe und Schwermetalle, die von Pilzen in großen Mengen aufgenommen werden.

8. Mit Experten sammeln.

Wer keine Ahnung von Pilzen hat, sollte sich mit jemandem, der sich gut auskennt, in den Wald begeben und sich dort alles erklären lassen (zum Beispiel ein geprüfter Pilzberater). Einige Forstämter oder Volkshochschulen bieten Exkursionen an. Und es gibt private Anbieter von Pilzwanderungen.

9. Pilz bestimmen lassen.

Beim Sammeln kann schnell ein gefährlicher Giftpilz im Körbchen landen. Wer sich unsicher ist, kann zum Beispiel beim Forstamt nachfragen, wo man Pilze bestimmen lassen kann. Vielleicht gibt es auch einen regionalen Pilzverein.

10. Fundort notieren.

Machen Sie sich Notizen zum Fundort: Laub-, Nadel- oder Mischwald? Welche Baumarten stehen in der Umgebung der Pilze? Für die nachfolgende Pilzberatung sind dies wichtige Hinweise.

Letzte Änderung: 09.09.2018

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