Gesundes Trockenobst?

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Getrocknete Aprikosen, Pflaumen, Datteln oder Äpfel – besonders im Winter genießen viele Menschen gerne das Obst aus der Tüte. Die gute Nachricht: Greifen Sie ruhig zu! Dörrobst enthält viele wertvolle Mineralien und Vitamine. Trotzdem gilt: Geben Sie auf lange Sicht frischem Obst den Vorzug.

Trockenobst schmeckt lecker und intensiv. Der Grund: Durch den Dörrprozess werden die Inhaltsstoffe des Obstes konzentriert und die Früchte sind dadurch besonders süß. Zwar geht während des Trocknens Flüssigkeit verloren, die meisten Vitamine (wie Vitamin A und Vitamin B), Mineralstoffe (wie Calium, Kalium und Magnesium) sowie zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe bleiben aber erhalten. Außerdem sind getrocknete Früchte eine großartige Ballaststoffquelle. Ballaststoffe sind gut für die Verdauung, da sie die Darmtätigkeit anregen. Doch Vorsicht: Zu viele Trockenfrüchte können zu Blähungen führen.

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Trockenobst: die Nachteile

Bei all seinen Vorteilen, hat Trockenobst aber auch eine Kehrseite: Während des Dörrens reduziert sich der Gehalt an Vitamin C und Folsäure, da diese Nährstoffe sehr licht- und hitzeempfindlich sind. Ein weiterer Nachteil ist, dass getrocknete Früchte nicht so satt machen wie frisches Obst. Sein Volumen ist einfach geringer. Ein Beispiel: Eine frische Aprikose ist etwa drei Mal so groß wie die getrocknete Frucht. Das bedeutet, dass das Dörrobst viel weniger Platz im Magen einnimmt. Dadurch setzt das Sättigungsgefühl langsamer ein und man muss meist mehr essen bis das Sättigungsgefühl einsetzt.

Für diejenigen, die ein paar Kilo abnehmen möchten, ist Trockenobst übrigens keine Alternative. Das Trocknen entzieht den Früchten zwar das Wasser, aber der Zuckergehalt bleibt bestehen. Durch den hohen Fruchtzuckeranteil bringen es Trockenfrüchte bei 100 Gramm auf durchschnittlich 300Kalorien. Da ist frisches Obst die deutlich schlankere Alternative.

Fazit

Greifen Sie bei Trockenobst ruhig zu. In Maßen genossen ist es gesund und eine Alternative zu frischem Obst. Ein besserer Snack als eine Tafel Schokolade oder eine Tüte Chips ist es allemal. Seinen Vitamin-C-Haushalt sollte man allerdings mit frischen Zitrusfrüchten oder Beeren decken, da dieses Vitamin in Trockenfrüchten nur noch minimal enthalten ist.

Letzte Änderung: 02.12.2015