Das ABC der Senfsorten

ArtikelLesezeit: 3:00 min.
Senfkörner in einer Holzschale.

Bildnachweis: © istockphoto.com / HandmadePictures

Senf ist nicht gleich Senf. Es gibt scharfen, milden oder süßen, mit Kräutern, Gewürzen oder Früchten verfeinerten Senf. Mittlerweile haben sich viele köstliche Variationen in ganz unterschiedlichen Geschmacksrichtungen etabliert. Die wichtigsten hat vigo Online für Sie zusammengestellt.

Milder Senf
Der milde Senf wird vorwiegend aus gelber Senfsaat hergestellt und ist feinwürzig im Geschmack. Er eignet sich vor allem für die Zubereitung von Senfsoße, Mayonnaise und Senfbutter.

Mittelscharfer Senf
Die hierzulande beliebteste Senfsorte heißt auch Delikatess- oder Tafelsenf. Er besteht zu gleichen Teilen aus fein gemahlenem braunen und gelben Senf. Im Geschmack ist er leicht würzig. Mittelscharfer Senf wird gern zu gebratenem und gegrilltem Fleisch sowie Würstchen gereicht.

Scharfer Senf
Scharfer Senf besteht ganz oder überwiegend aus brauner Senfsaat, bei der sich beim Mahlen der Körner Allylsenföl bildet. Dieses Öl bringt die typische Schärfe mit. Im Geschmack ist der scharfe Senf sehr pikant. Besonders lecker ist er zu fetten Fleischgerichten, wie Schweinebraten und Eisbein.

Süßer Senf
Die bayerische Spezialität wird aus grob geschroteten gelben und braunen Senfkörnern hergestellt und mit Zucker oder Honig gesüßt. Man bezeichnet ihn auch als Bayerischen Senf oder Weißwurstsenf. Der süße Senf ist ein Muss zu Weißwurst und Leberkäse.

AOK-Kurse vor Ort

Finden Sie einen Ernährungskurs in Ihrer Nähe.

Mostrich
In vielen Regionen ist Mostrich der Name für Senf. Tatsächlich handelt es sich um eine Senfsorte unterschiedlicher Machart. Denn Mostrich ist Senf, der nicht mit Essig, sondern mit Most, also Saft, hergestellt wird.

Düsseldorfer Mostert (ABB-Senf)
Die Bezeichnung ABB-Senf leitet sich aus den Initialen des Firmengründers Adam Bernhard Bergrath ab. Beim Düsseldorfer Mostert handelt es sich um einen scharfen, malzig-bräunlichen Senf. Er wird aus brauner und gelber Senfsaat hergestellt. Statt Essig wird Traubenmost verwendet.

Pfeffer-Senf
Pfeffer-Senf enthält besonders viel Pfeffer und ist damit besonders scharf. Pfeffer-Senf schmeckt zu jedem Grill- und Bratenfleisch und eignet sich zur Verfeinerung von pikanten Pfeffersoßen.

Dijon-Senf
Dijon-Senf stammt aus der gleichnamigen französischen Stadt. Auch er wird nicht mit Essig, sondern mit Traubenmost angesetzt. Sein Geschmack reicht von fein bis würzig. Vor allem für Salatdressings eignet sich der Dijon-Senf gut.

Meerrettich-Senf
Bei Meerrettich-Senf handelt es sich um einen mittelscharfen oder scharfen Senf, dem frisch geriebener Meerrettich zugegeben wurde. Er ist pikant-scharf und wird häufig für die Zubereitung von Senfsahne verwendet. Auch zu geräuchertem Forellenfilet schmeckt Meerrettich-Senf gut.

Kräuter-Senf
Kräuter-Senf wird zum Beispiel mit Kräutern der Provence hergestellt. Im Handel gibt es ihn in den Sorten mild, mittelscharf und scharf. Sein Geschmack ist mild-würzig bis aromatisch scharf. Er eignet sich zum Beispiel sehr gut zum Bestreichen von Geflügelrouladen.

Rôtisseur-Senf
Für diesen Senf werden die Senfkörner nur grob geschrotet. Rôtisseur-Senf ist hitzebeständiger als herkömmlicher Senf. Daher eignet er sich besonders gut zum Marinieren von Grillfleisch.

Letzte Änderung: 09.12.2014