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Woran erkenne ich eine Mittelohrentzündung?

Frage der WocheLesezeit: 1:00 min.
Ärztin untersucht Baby im Ohr

Bildnachweis: © stock.adobe.com / Photographee.eu

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Diese Woche: Woran erkenne ich eine Mittelohrentzündung?

Expertenbild

Die Expertin zum Thema

Wibke Fishman

Examinierte Krankenschwester und Fach­kranken­schwester für Psychia­trie
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Die Mittelohrentzündung, medizinisch genannt Otitis media, macht sich durch unterschiedliche Symptome bemerkbar.

Typische Symptome der Mittelohrentzündung:

  • Ohrenschmerzen
  • Druckgefühl auf dem Ohr
  • Klopfen oder Pochen im Ohr
  • eitriger Ausfluss
  • bei kleinen Kindern: Fieber, häufiges An-die-Ohren-fassen

Insgesamt fühlen sich Betroffene häufig abgeschlagen. Auch Erbrechen oder Durchfall ist möglich.

Wie entsteht eine Mittelohrentzündung?

Häufig geht einer Mittelohrentzündung eine Erkältung (vor allem im Nasen-Rachen-Raum) voraus. Rachen und Mittelohr sind über die sogenannte Ohrtrompete (oder eustachische Röhre) verbunden. Durch sie können die Krankheitserreger, in der Regel Bakterien, in das Ohr gelangen. Bei Kindern ist die eustachische Röhre kürzer und weiter als bei Erwachsenen. Daher sind Kinder häufiger betroffen.

Mittelohrentzündungen durch äußere Einflüsse (etwa durch das Eindringen von verunreinigtem Wasser von außen) sind seltener. Sie entstehen normalerweise nur, wenn es bereits Verletzungen im Trommelfell gibt.

Bei Verdacht auf eine Mittelohrentzündung ist es sinnvoll, zeitnah zum Arzt zu gehen. Unbehandelt können Komplikationen auftreten – so kann sich zum Beispiel die Entzündung auf andere Bereiche des Ohrs ausweiten. Außerdem kann es passieren, dass die Beschwerden dauerhaft auftreten (Chronifizierung).

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Wie wird die Mittelohrentzündung behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach Ausmaß und Stärke der Beschwerden. In manchen Fällen sind bereits abschwellende Nasensprays oder -tropfen ausreichend – vor allem bei Kindern werden diese eingesetzt. Manchmal wird aber auch eine Behandlung mit Antibiotika nötig. Hinzu kommt die Behandlung der weiteren Symptome, wie Fiebersenkung oder Schmerzlinderung. Während einer Mittelohrentzündung sollte man übrigens nicht schwimmen gehen.


AOK-Clarimedis – kompetente Informationen am Telefon: 0800 1 265 265

Das telefonische ServiceCenter AOK-Clarimedis ist für Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Ein Team aus Fachärzten, Krankenschwestern und -pflegern, Ernährungsberatern und Versicherungsexperten gibt kompetente Auskünfte zu den Themen Medizin und Versicherung.

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Letzte Änderung: 19.11.2021