Was sind Nummuli?

Frage der WocheLesezeit: 1:00 min.
Eine Frau untersucht ihre Gesichtshaut in eienm Kosmetikspiegel.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

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Diese Woche: Was sind Nummuli?

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Die Expertin zum Thema

Wibke Fishman

Examinierte Fach­kranken­schwester für Psychia­trie
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Nummuli sind kleine scheibenförmige Einlagerungen (Infiltrate) auf der oberflächlichen Hornhautschicht des Auges. Sie bestehen aus Immunkomplexen (Fibroblasten und Lymphozyten) und bilden sich während einer viralen Horn- und Bindehautentzündung, der sogenannten Keratokonjunktivitis epidemica.

Nummuli können die Sehfähigkeit stark beeinträchtigen: Denn die Infiltrate führen zu einer Trübung der Hornhaut, wodurch sich die Lichtstreuung im Auge verändert. Die Folgen sind zum einen, dass die Betroffenen sich stärker geblendet fühlen, und zum anderen nimmt die Sehstärke ab.

Nummuli bilden sich in den meisten Fällen von selbst zurück, was aber durchaus Wochen bis Monate dauern kann. Kommt es zu sehr langwierigen Verläufen, kann der Augenarzt verschiedene Augentropfen verordnen. Nur in seltenen Fällen bleiben Nummuli über viele Monate bestehen. Meist raten Ärzte dann dazu, sie operativ abtragen zu lassen.

Arzt hört mit dem Stethoskop die Brust eines Mannes ab.

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Letzte Änderung: 05.03.2017