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Hausstauballergie: Was hilft?

Frage der WocheLesezeit: 1:00 min.
Nahaufnahme einer Hausstaubmilbe durch eine Lupe, die auf einem Teppich sitzt

Bildnachweis: © stock.adobe.com / SunFlower

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Diese Woche: Was ist eine Hausstauballergie, und was kann ich dagegen tun?

Expertenbild

Die Expertin zum Thema

Anna Bamidis

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Allergologin, ServiceCenter AOK-Clarimedis
Foto: Fotografie Schulzki

Unter einer Hausstauballergie versteht man eine allergische Reaktion des eigenen Immunsystems – gegenüber dem Kot von Hausstaubmilben. Diese kann allergischen Schnupfen, Jucken oder gar ein allergisches Asthma auslösen. Das Ärgerliche: Die winzigen Spinnentiere befinden sich praktisch überall in einer Wohnung – im Bett, in Teppichböden, Polstermöbeln oder Vorhängen.

Im Schlafzimmer und in Matratzen, Kissen, Decken und Bettbezügen fühlen sich Hausstaubmilben besonders wohl, da sie warme und feuchte Luft bzw. verschwitzte Betten zur Vermehrung bevorzugen. Wenn Sie also betroffen sind, sollten Sie ihr Schlafzimmer nicht heizen und es regelmäßig lüften. Verzichten Sie dort außerdem auf Luftbefeuchter und Zimmerpflanzen. Geeignete HEPA-Raumluftfilter (high efficiency particulate air filter) sowie   Staubsauger mit HEPA-Filter hingegen können kleinste Schwebeteilchen zurückhalten. 
Richten Sie nicht sofort nach dem Aufstehen ihr Bett her, sondern durchlüften Sie es zuerst, damit Feuchtigkeit entweichen kann: Sofern möglich, schütteln und lüften Sie das Bettzeug im Freien aus oder schlagen es ansonsten auf dem Bett zurück. Während des anschließenden Lüftens der Räume sollte die Matratze unbedeckt sein, sodass Feuchtigkeit daraus entweichen kann.
Bettdecken und Kissen sollten Sie regelmäßig bei 60 Grad und einem Pulver-Vollwaschmittel reinigen und, sofern möglich, mit Heißluft in einem Wäschetrockner trocknen. Andere Gegenstände können Sie ab und zu für 24 Stunden ins Gefrierfach/Tiefkühlfach bei –15°C legen, um die Milben abzutöten. Der Milbenkot wird dadurch aber nicht beseitigt, so dass Sie diese Gegenstände anschließend nach Etikett bei niedrigerer Temperatur waschen sollten. 
Allergendichte Matratzenbezüge (Encasings) können die Zahl von Hausstaubmilben reduzieren.

Ärztin zieht eine Spritze auf

Hyposensibilisierung

Eine AOK-Leistung für Allergiker.

Die Belastung mit Hausstaubmilben ist in den Herbst- und Wintermonaten am höchsten, besteht aber grundsätzlich ganzjährig. Die Heizperiode und die damit verbundene sinkende Luftfeuchtigkeit begünstigen das Absterben der Milben. Der Zerfall ihrer Körper und ihres -kots führt aber zur Freisetzung und Verwirbelung der Allergene.

Mit einem Allergie- bzw. Prick-Test kann ein Arzt herausfinden, ob Sie auf Hausstaub allergisch reagiert. Neben beschwerdelindernden Medikamenten kann in vielen Fällen mit einer Allergen-Immuntherapie (AIT / Hyposensibilisierung) auch zielgerichtet und ursächlich behandelt werden. Ziel der Therapie ist es, den Körper an das Allergen zu gewöhnen, so dass das Immunsystem darauf nicht mehr überreagiert.


AOK-Clarimedis – medizinische Informationen am Telefon: 0800 1 265 265

Fragen rund um Erkrankungen, Diagnosen und Therapien beantwortet AOK-Clarimedis an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden täglich unter 0800 1 265 265. Ein fachärztliches Team und medizinische Expertinnen und Experten stehen für AOK-Kunden kostenfrei und exklusiv zur Verfügung.

Letzte Änderung: 09.07.2025

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