Sind Nanopartikel in Sonnenschutzmitteln bedenklich?

Frage der WocheLesezeit: 1:00 min.
Foto: junges Paar am Strand unter Sonnenschirm

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Diese Woche: Sind Nanopartikel in Sonnenschutzmitteln bedenklich?

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Der Experte zum Thema

Bernhard Schlüter

Exami­nierter Kranken­pfleger
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Im Sommer ist es besonders wichtig, seine Haut mit Sonnenschutzmitteln vor der starken UV-Strahlung zu schützen. Seit einiger Zeit kommen hier neben den mineralischen Zusätzen auch Inhaltsstoffe aus der Nanotechnologie zum Einsatz.

Üblicherweise besteht mineralischer Sonnenschutz aus Titaniumoxid oder Zinkoxid und weist eine Größe von 400 bis 600 µm auf. Nach dem Eincremen kann dadurch ein sichtbarer weißer Film auf der Haut verbleiben. Die mineralischen Partikel reflektieren die Sonnenstrahlen, so dass weniger schädliche UV-Strahlen in die Haut eindringen können.

Die Kosmetikindustrie entwickelte nun Nanopartikel, die deutlich kleiner sind (1 bis 100µm). Die Funktionsweise ist die gleiche: Die Sonnenstrahlen werden reflektiert. Es gibt jedoch Befürchtungen, dass die kleinen Teilchen in die Haut und sogar in Zellen eindringen können und dort das Erbgut schädigen.

Arzt klopft gegen eine Impfspritze.

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Cremes ja, Sprays nein

Der wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit (SCCS) der EU-Kommission gibt allerdings grünes Licht für Sonnenschutzmitteln mit Nanopartikeln: Der Gebrauch ist auf intakter und auch auf sonnenverbrannter Haut unbedenklich. Bei Verletzungen, Kratzspuren und Mückenstichen ist der Erkenntnisstand allerdings noch nicht eindeutig. Besondere Vorsicht gilt außerdem beim Gebrauch von Sonnenschutzsprays mit Nanopartikeln. Sie können eingeatmet Lungenschäden verursachen. In diesem Fall ist eine krebserregende Wirkung belegt. Verzichten Sie deshalb auf die Verwendung von Nanopartikeln in Sonnensprays.


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Letzte Änderung: 02.08.2015