Was ist eine altersbedingte Makuladegeneration?

Frage der WocheLesezeit: 1:30 min.
Seitliche Ansicht des linken Auges einer Frau.

Bildnachweis: © wdv / Bernhard Rüttger

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Diese Woche: Was versteht man unter der altersbedingten Makuladegeneration?

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Der Experte zum Thema

Prof. Dr. Ingo Froböse

Sportwissenschaftler, Universitätsprofessor
Deutsche Sporthochschule Köln, Abteilung Bewegungsorientierte Präventions- und Rehabilitationswissenschaften

Die Makula ist die Stelle der Netzhaut mit der höchsten Sehzelldichte und somit die Stelle des schärfsten Sehens. Bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) kommt es im Alter ab zirka 65 Jahren durch Ablagerung von Zellabbauprodukten und Einlagerung von Pigmenten zu einer Verminderung der Sehleistung. Die Makuladegeneration tritt oft einseitig auf, kann sich aber auch auf dem anderen Auge entwickeln. Eine familiäre Häufung ist möglich. Andere Risikofaktoren wie Rauchen und Bluthochdruck können den Verlauf verschlechtern. Auch das Sonnenlicht hat einen Einfluss auf die Veränderung der Netzhaut. Deshalb ist es besonders wichtig, die Augen vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.

Arzt gibt eibnem Patienten die Hand.

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Die Betroffenen bemerken, dass ihnen das Lesen kleiner Buchstaben schwerfällt. Im Zentrum des Blickfeldes können sich Linien verzerren und im Verlauf das Bild ganz verschwinden, so dass nur im Randbereich das Sehen möglich ist. Es kommt nicht zu einer vollständigen Erblindung, aber zu einer massiven Einschränkung des Sehens.

Am häufigsten liegt die trockene Form der Makuladegeneration vor. Diese Form verläuft langsam. Zuerst kommt es zu Ablagerungen (Drusen) unter der Netzhaut, die Sehzellen bilden sich zurück. Hier ist derzeit keine Behandlung möglich.

In 15 Prozent der Fälle bildet sich aus der trockenen die feuchte Variante der Makuladegeneration. Sie ist aggressiver und schreitet schnell voran. Blutgefäße bilden sich neu, sind aber undicht und geben Flüssigkeit ab. Die Netzhaut hebt sich an und vernarbt, die Sehleistung verschlechtert sich. Hier kann man versuchen, den Status des Sehens zu halten. Bereits zerstörte Bereiche können nicht wieder hergestellt werden.


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Letzte Änderung: 16.02.2014