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Wie gefährlich ist der Eichenprozessionsspinner?

Frage der WocheLesezeit: 1:00 min.
Eichenprozessionsspinner an einem Baumstamm.

Bildnachweis: © istockphoto.com / André Muller

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Diese Woche: Wie gefährlich ist der Eichenprozessionsspinner?

Expertenbild

Die Expertin zum Thema

Wibke Fishman

Examinierte Krankenschwester und Fach­kranken­schwester für Psychia­trie
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling, der ursprünglich in Südeuropa heimisch war. In den letzten Jahren hat er sich aber auch im Rheinland und in Hamburg immer weiter ausgebreitet. Der Schmetterling an sich ist harmlos. Was ihn für den Menschen jedoch gefährlich macht, sind seine Raupen. Sie finden sich vor allem an Eichen, daher auch der Name. Betroffen sind Wälder, aber auch Parks, Alleen, Campingplätze sowie private Gärten.

Giftige Brennhaare

Die Raupen werden bis zu fünf Zentimeter groß und tragen bis zu 600.000 Brennhaare. Diese enthalten Thaumetopoein. Das ist ein sogenanntes Nesselgift, was beim Menschen und auch bei Haustieren schwere allergische Reaktionen auslösen kann. Wenn sich die Raupe verpuppt, bleiben die Brennhaare in den Nestern zurück – sie verlieren ihre allergische Wirkung jedoch nicht. Der Wind kann die Haare in der Luft verteilen. Die Gefahr durch Brennhaare besteht vor allem zwischen Mai und Oktober.

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Symptome

Die häufigsten Symptome nach einem Kontakt mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners sind:

  • Starker Juckreiz
  • Hautausschlag wie Quaddeln und Entzündungen
  • Gereizte Augen
  • Beim Einatmen der Brennhaare drohen Atembeschwerden bis zur Atemnot
  • Schwindel, Fieber
  • Allergischer Schock

Manchmal treten die Symptome auch erst Stunden nach dem Kontakt auf.

Wenn Sie mit den Brennhaaren in Berührung gekommen sind, sollten Sie schnell duschen und die Kleidung waschen. Suchen Sie anschließend am besten einen Arzt auf, da sich auch anfängliche Symptome zu schweren allergischen Reaktionen entwickeln können – bis hin zu einem allergischen Schock.

So schützen Sie sich

Wenn Sie im Wald unterwegs sind, sollten Sie auf den gekennzeichneten Wegen bleiben. Halten Sie Abstand zu Bäumen, die vom Eichenprozessionsspinner betroffen sind. Berühren Sie weder die Raupen noch die Nester. Beachten Sie entsprechende Warntafeln und versuchen Sie nicht, Nester selbst zu entsorgen.


AOK-Clarimedis – kompetente Informationen am Telefon: 0800 0 326 326

Das telefonische ServiceCenter AOK-Clarimedis ist für Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Ein Team aus Fachärzten, Krankenschwestern und -pflegern, Ernährungsberatern und Versicherungsexperten gibt kompetente Auskünfte zu den Themen Medizin und Versicherung.

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Letzte Änderung: 01.07.2020