Abonnieren Sie den vigo-Newsletter. Wir halten Sie zu allen interessanten Gesundheitsthemen auf dem Laufenden!

Wir verwenden Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern.

Hilft Hafer bei Schwangerschaftsdiabetes?

Frage der WocheLesezeit: 1:00 min.
Schwangere füllt Haferflocken in eine Müslischale

Bildnachweis: © stock.adobe.com / dusanpetkovic1

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Diese Woche: Hilft Hafer bei Schwangerschaftsdiabetes?

Expertenbild

Die Expertin zum Thema

Anke Greven

Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie, Master of Public Health
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Weltweit haben – je nach Definition – bis zu 20 Prozent der schwangeren Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes zu kämpfen. Die Hormonumstellung während der Schwangerschaft bringt den Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht. Der Blutzuckerspiegel wird über das Hormon Insulin gesteuert. Wenn in der Schwangerschaft mehr Hormone ausgeschüttet werden, reicht die übliche Insulinmenge daher nicht mehr aus, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Die Folge: Der Zuckergehalt im Blut steigt an – ähnlich wie beim Typ-2-Diabetes.

Durch die Überversorgung des Ungeborenen mit Zucker werden die Kinder zu groß und schwer. Das Risiko einer Frühgeburt oder eines Kaiserschnittes steigt. Bei der werdenden Mutter kann Schwangerschaftsdiabetes den Stoffwechsel entgleisen lassen und das Risiko für Bluthochdruck erhöhen. Nun hat eine iranische Studie gezeigt: Hafer kann dabei helfen, Schwangerschaftsdiabetes in den Griff zu kriegen.

Junge Frau hält einen Apfel in der Hand.

Fragen zur Ernährung?

AOK-Experten beraten Sie im Forum.

Wieso Hafer bei Diabetes hilft

Schon bei der Behandlung von Typ-2-Diabetes haben sich sogenannte Hafertage bewährt. Das Getreide ist reich an bestimmten löslichen Ballaststoffen, sogenannten Beta-Glucanen. Sie sind in der Lage, den Blutzuckerspiegel und den Bedarf an Insulin zu senken.

Für die Studie haben Fachleute schwangere Frauen gebeten, vier Wochen lang je 30 Gramm Haferkleie in ihr Mittag- und Abendessen zu mischen. Eine Kontrollgruppe aß eine normale Diät ohne Hafer. Das Ergebnis: Der mittlere Nüchternblutzucker der Frauen, die Haferkleie gegessen hatten, sank nach zwei Wochen signifikant im Vergleich zu denen, die normal gegessen hatten. Auch sorgte der Hafer dafür, dass der Blutzucker nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten nicht so stark anstieg. Die Studie umfasst mit rund 100 teilnehmenden Frauen nur relativ wenige Personen. Doch die Ergebnisse bestätigen positive Effekte von Hafer auch bei Schwangerschaftsdiabetes. Zudem ist es eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, Schwangerschaftsdiabetes positiv zu beeinflussen. Porridge, Müslis oder Overnight-Oats lassen sich leicht in Ihren Speiseplan integrieren. Doch reicht eine Ernährungsumstellung nicht in allen Fällen aus. Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten. Lassen Sie Schwangerschaftsdiabetes engmaschig kontrollieren, um Ihr Baby und sich zu schützen.


AOK-Clarimedis – kompetente Informationen am Telefon: 0800 1 265 265

Das telefonische ServiceCenter AOK-Clarimedis ist für Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Ein Team aus Fachärzten, Krankenschwestern und -pflegern, Ernährungsberatern und Versicherungsexperten gibt kompetente Auskünfte zu den Themen Medizin und Versicherung.

Sie erreichen AOK-Clarimedis rund um die Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 1 265 265.

Letzte Änderung: 30.05.2022