Mann inhaliert durch eine Inhalator

Inhalieren – machen Sie der Erkältung Dampf!

Seien Sie Infekten stets einen Schritt voraus: Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung lindern Inhalationen mit Kräutern oder ätherischen Ölen die Beschwerden.

Das heilende Prinzip ist einfach, die Wirkung enorm: Man stellt eine Schüssel auf einen Tisch, füllt diese mit heißem Wasser und hält dann den Kopf darüber. Nun einfach ein Handtuch überstülpen und die Dämpfe langsam tief ein- und genauso entspannt wieder ausatmen. Das Ganze zwei- bis dreimal täglich fünf bis zehn Minuten lang und Ihre Erkältung ist bald Geschichte.

Aber warum hilft diese simple Methode? – Inhalieren befeuchtet die trockenen Schleimhäute und verbessert die Durchblutung im Nasen- und Rachenraum. So kann der festsitzende Schleim in der Nase ausgeschnäuzt und der aus den Bronchien besser abgehustet werden. Das Atmen fällt wieder leichter.

Hilfreiche Unterstützer aus der Natur

Wer dem heißen Wasser noch ein paar Kräuter oder Öle hinzufügt, kann die Wirkung noch verstärken. Als Inhalationszusätze sind getrocknete Pflanzenteile wie Kamillenblüten gut geeignet. Diese wirken antibakteriell und entzündungshemmend. Die Zubereitung ist ganz einfach.
Die Dosierung: Einen Liter Wasser zum Kochen bringen, zwei Esslöffel der Heilpflanze zufügen, fünf Minuten ziehen lassen und dann den Dampf inhalieren.

Aber auch ätherische Öle befreien die Atemwege. Am verträglichsten sind Thymian-, Salbei- und Lavendelöl. Bei Erkältungen haben sich darüber hinaus Öle aus Latschenkiefern, Fichtennadeln, Kiefernnadeln und dem Eukalyptus bewährt.
Die Dosierung: Zwei bis sechs Tropfen auf einen Liter heißes Wasser geben.

Tipp: Am besten mit wenigen Tropfen beginnen. Wenn man den Duft dann gut verträgt, kann man etwas mehr hineintröpfeln. Patienten mit empfindlichen Atemwegen, z. B. Asthmatiker, sollten besser mit Kochsalzlösung inhalieren, da das die Atemwege weniger reizt als ätherische Öle.

Sichere Alternativen zur Schüssel

Doch Vorsicht: Das Inhalieren mittels Schüssel birgt auch Risiken! Kippt das Gefäß mit der heißen Flüssigkeit um, kann es zu Verbrennungen kommen. Außerdem können die Dämpfe die Augen reizen.

Sicherer – vor allem wenn der Patient ein Kind ist – ist ein Dampfinhalator, den Sie kaufen oder auch in der Apotheke ausleihen können. Bei diesen Geräten inhaliert der Patient durch eine Mund-Nasen-Maske. Das heiße Wasser ist unter sicherem Verschluss.

Wer mit dem Inhalieren noch tiefer in die Atemwege vordringen möchte, sollte einen sogenannten Düsenvernebler verwenden. Dieser erzeugt sehr feine Tröpfchen, die bis in die Bronchien vordringen können. Die Inhalationslösung wird beim Vernebler entweder mit Ultraschall oder mittels Druckluft über eine Düse zerstäubt. Da der erzeugte Dampf kühl ist, können auch kleine Kinder damit problemlos inhalieren. Sie können in das Gerät zusätzlich eine Kochsalzlösung füllen. Das befeuchtet und reinigt die Atemwege optimal und erleichtert so das Abhusten.

Letzte Änderung: 17.08.2012



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