Zahnersatz: das Zahnimplantat

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Modell eines Zahnimplantats

Bildnachweis: © stock.adobe.com / graphixchon

Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel, in der ein künstlicher Zahn befestigt wird. Fehlt ein einzelner Zahn, ist ein Zahnimplantat oft eine gute Lösung. Aber auch mehrere Zahnlücken können durch Implantate geschlossen werden. Damit das Implantat später exakt im Kiefer sitzt, vermisst der Zahnarzt den Mundraum des Patienten ganz genau. So kann er korrekt ermitteln, wie groß die künstliche Wurzel und der neue Zahn sein müssen. 

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Die Expertin zum Thema

Dr. Maren Bettac

Fachärztin für Zahnheilkunde
ServiceCenter AOK-Clarimedis

In manchen Fällen muss vorab der Kieferknochen aufgebaut werden – zum Beispiel, wenn er sich nach einem Zahnverlust bereits zurückgebildet hat.

Implantate bestehen aus Titan. Zunehmend werden auch Keramikimplantate verwendet, etwa bei nachgewiesenen Metallunverträglichkeiten oder aus ästhetischen Gründen im sichtbaren Frontzahnbereich.

Um das Implantat und den neuen Zahn einzusetzen, sind mehrere Schritte notwendig: Beim ersten Termin dreht der Zahnarzt das Implantat unter lokaler Betäubung wie eine Schraube in den Kiefer. Dann muss der Patient mehrere Monate lang warten, bis das Implantat stabil eingewachsen ist. Da nur winzige Schnitte im Kiefer gemacht werden, verheilt die Wunde in der Regel schnell und der Patient kann schon wenige Stunden nach der Operation wieder etwas essen.

Beim nächsten Termin wird das eingeheilte Implantat freigelegt und mit einer Schraube, die ein wenig hochsteht, verschlossen. Hierherum soll sich das Zahnfleisch nun legen, damit die neue Krone später ganz natürlich aussieht. Dann erfolgt die Abformung. Nach weiteren zwei Wochen wird endlich der zuvor hergestellte neue Zahn aufgesetzt.

Gesicht einer lachenden Frau.

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Eigenanteil beim Zahnersatz minimieren

Vorteil: Das Implantat sieht nicht nur aus wie ein echter Zahn, sondern ist auch genauso belastbar. Es wird zu einem festen Bestandteil des eigenen Gebisses und braucht – im Gegensatz zu einer Prothese – nie herausgenommen zu werden.
Nachteil: Die Versorgung mit Implantaten ist teuer. Sie erfordert zudem eine gute Mundhygiene und regelmäßige Nachsorge, da sich sonst eine Entzündung um das Implantat bilden kann – eine sogenannte Periimplantitis.

Wann übernimmt die AOK Rheinland/Hamburg die Kosten für die Behandlung? Hier lesen Sie alles, was Sie wissen müssen.

Letzte Änderung: 04.09.2026

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