Zahnersatz: Die Teilprothese

ArtikelLesezeit: 3:00 min.
Lachende Frau.

Bildnachweis: © wdv / Mathias Stalter

Zu große Zahnlücken lassen sich mit einer Brücke nicht mehr schließen. In diesem Fall sind Prothesen das Mittel der Wahl. Herausnehmbare Teilprothesen halten mithilfe von Klammern an den restlichen Zähnen im Mund. Die natürlichen Zähne müssen dafür nicht bearbeitet werden, sie dienen nur als Abstützung. Die Fertigung von Teilprothesen ist allerdings sehr aufwendig.

Damit die Teilprothese die Restzähne nicht bei Belastungen wie starkem Kauen beschädigt, muss sie fest mit dem Restgebiss verbunden sein und perfekt sitzen. Der Zahnarzt muss daher sehr genau maßnehmen. Von großer Bedeutung sind hierbei die Höhe und Form des Kiefers sowie der Stand der Zähne zueinander. Anhand eines Gebiss-Modells fertigt der Zahntechniker dann die Prothese an.

Im Bereich der Zahnlücken werden Ersatzzähne aus Kunststoff oder Keramik montiert – in die so genannte Prothesenbasis. Ein Bügel, der quer über den Gaumen oder unter der Zunge entlangläuft, sorgt für gute Stabilität. Außerdem wird so der Kaudruck gleichmäßig über die Prothese verteilt. Das ist wichtig, damit keine Druckschmerzen beim Essen entstehen.

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Vorteile: Eine Teilprothese ermöglicht das Zubeißen, wenn eine Brücke nicht mehr ausreicht. Sie schließt größere Lücken zwischen den Zähnen und verschönert somit auch den optischen Anblick.
Nachteil: Unter einer Teilprothese können sich Speisereste sammeln. Dadurch steigt die Gefahr, Karies oder eine Zahnfleischentzündung zu bekommen. Im schlimmsten Fall droht weiterer Zahnverlust. Die Teilprothese muss daher gut gepflegt werden. Dies ist auch wichtig für die allgemeine Zahngesundheit.

Letzte Änderung: 10.02.2016