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Chlamydien: Symptome und Behandlung

ArtikelLesezeit: 2:00 min.
Mann beim Arzt hat die Hände im Schoß.

Bildnachweis: © istockphoto.com / Business

Wer sich mit Chlamydien infiziert, entwickelt oft keine Symptome. Betroffene geben die Infektion so unwissentlich weiter. Mittlerweile sind Chlamydien deshalb die häufigste sexuell übertragbare Geschlechtskrankheit. Dabei sollte eine Therapie so schnell wie möglich erfolgen.

Übertragung

Die Ansteckung mit Chlamydien gehört sowohl weltweit als auch in Deutschland zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Chlamydien sind Bakterien, die beim Sex übertragen werden. Sowohl Männer als auch Frauen können sich damit infizieren. Die Bakterien befinden sich hauptsächlich auf der Schleimhaut von Scheide, Penis und Po. Betroffene übertragen die Chlamydien beim Vaginal-, Anal- und Oralsex, wenn nicht infizierte auf infizierte Schleimhaut trifft. Auch Sexspielzeug kann die Bakterien übertragen.

Schutz

Kondome können Sie zwar nicht hundertprozentig vor einer Ansteckung schützen, aber das Risiko für eine Ansteckung stark senken. Sie verhindern, dass die Schleimhäute sich direkt berühren. Beim Oralsex können Sie anstelle von Kondomen auch Dental Dams verwenden. Das sind spezielle dünne Latextücher, die Sie in der Apotheke oder im Internet kaufen können.

Junges Paar, die Frau schaut traurig.

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Symptome

Eine Infektion mit Chlamydien bemerken Betroffene oftmals gar nicht, weil es in vielen Fällen entweder gar keine Symptome gibt, oder die Beschwerden nur sehr schwach sind und wieder von selbst verschwinden. Aus diesem Grund werden Chlamydien oft unwissentlich weitergegeben und verbreitet. Denn die Infektion kann auch dann im Körper sein, wenn es keine Beschwerden dafür gibt.

An diesen Anzeichen erkennen Sie eine Infektion mit Chlamydien:

  • Sie haben einen ungewöhnlichen Ausfluss aus der Scheide, dem Penis oder dem Po.
  • Sie bemerken Zwischenblutungen außerhalb Ihres Menstruationszyklus.
  • Beim Urinieren spüren Sie leichte Schmerzen, ein Brennen oder ein Ziehen.
  • Sie haben Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.
  • Sie verspüren einen Juckreiz an Ihrer Scheide, Ihrem Penis oder an Ihrem Po.

Wenn eine Infektion mit Chlamydien nicht behandelt wird, kann sie im Körper Entzündungen auslösen. Dauerhaft können sowohl Männer als auch Frauen durch Chlamydien unfruchtbar werden. Falls sich eine schwangere Frau mit Chlamydien infiziert hat, kann sie ihr Baby während der Geburt mit den Bakterien anstecken.

Behandlung

Selbstverständlich ist eine Infektion mit Chlamydien kein Grund, sich zu schämen. Wichtig ist, dass Sie sich möglichst schnell behandeln lassen. Dann heilt die Chlamydien-Infektion komplett aus, ohne Ihre Gesundheit zu beeinträchtigen.

Ihr Arzt untersucht Ihren Urin oder nimmt einen Abstrich Ihrer Schleimhaut, um festzustellen, ob Sie tatsächlich Chlamydien haben. Falls der Test positiv ist, wird er Ihnen ein Antibiotikum verschreiben. Außerdem wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, ob Sie während der Behandlung weiterhin sexuell aktiv sein können.

Wichtig ist, dass Sie Ihren Partner über die Infektion informieren. Denn wenn sich nicht beide zugleich behandeln lassen, stecken Sie sich immer wieder gegenseitig an.


Morphium & Ingwer: Chlamydien sind keine Blumen

In dieser Folge unseres AOK-Podcasts „Morphium & Ingwer“ reisen unsere Moderatoren Olli Briesch und Michael Imhof in südliche Körperregionen. Beim Urologen erfahren sie, warum Chlamydien keine Schnittblumen sind, wie eine richtige Intimbereichspflege aussehen sollte und warum eine Impfung gegen Krebs helfen kann. Natürlich kommt auch eine Gynäkologin zu Wort – nicht nur Männer sollten also mal reinhören!

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Letzte Änderung: 11.02.2020