Weniger ist mehr – das Glück der Minimalisten

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Foto: Kleidungsstück im Schrank

Fragen Sie sich beim Blick in Ihren Kleiderschrank auch manchmal: Brauche ich das wirklich alles noch? Damit liegen Sie voll im Trend. Denn immer mehr Menschen verschreiben sich dem Minimalismus und fühlen sich dadurch tatsächlich freier und unabhängiger. Denn Minimalisten trotzen dem Konsumterror und verzichten bewusst auf unnötigen materiellen Ballast. vigo Online erklärt, woher der Wunsch nach „weniger“ kommt und warum Minimalismus zufrieden macht.

Kleidung, Schuhe, Haushaltsgeräte, Bücher, CDs, DVDs – Schränke und Regale quellen über, der Keller ist voll. 10.000 Dinge besitzt ein Mitteleuropäer im Durchschnitt. Während wir die Errungenschaften unserer Konsumgesellschaft horten, mistet der Minimalist konsequent aus. Die Hardliner reduzieren ihren Besitz auf gerade einmal 100 Gegenstände. Vom Leben aus dem Koffer bis hin zu einem bewussteren Umgang mit Konsum gibt es viele verschiedene Formen des Minimalismus, auch bekannt als „Einfaches Leben“ (englisch: Simple Living), „Freiwillige Einfachheit“ (Voluntary Simplicity) oder Downshifting. Doch warum verabschieden sich immer mehr Menschen vom Ballast des Überflusses?

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Selbstbestimmt und frei

Die Gründe und das Ausmaß sind individuell sehr verschieden. Während der eine etwa Autofahrten und Urlaubsflüge vermeidet oder ein anderer sein Kaufverhalten grundlegend ändert, verschenken einige nahezu ihr gesamtes Hab und Gut. Doch eins haben sie alle gemeinsam: Sie wollen raus aus den Alltagszwängen und streben nach einem erfüllteren und selbstbestimmteren Leben fernab des Konsums. Je kleiner der Besitz, desto weniger muss man verwalten.

Die meisten Minimalisten beschreiben es sogar als eine Art der Befreiung, sich von überflüssigen Dingen zu trennen. Diese Erfahrung hat wohl jeder schon einmal gemacht, wenn etwa ein Umzug ein konsequentes Aussortieren erfordert. Am Ende fühlt man sich immer etwas leichter. Aber auch das Bewusstwerden des eigenen Konsumverhaltens ist für viele eine interessante Erfahrung. Am Ende sehen sie es als großen Gewinn, sich zu reduzieren. Das Resultat: mehr Raum, mehr Zeit, mehr Geld, mehr Glück – so einfach ist das.

Letzte Änderung: 23.08.2016