Stress in der Familie: die häufigsten Ursachen

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Ein kleines Mädchen hilft ihrem Vater in der Küche.

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Wer holt heute die Kinder ab? Warum ist die Wohnung so unordentlich? – Konflikte, Erwartungen und Perfektionismus sorgen in vielen Familien für Stress. Es lohnt sich, nach den Auslösern und Ursachen zu suchen. Nur wer sie kennt, kann einen anderen Umgang damit erlernen.

Die Kleine muss zur Kita – heute mit Proviant für einen Ausflug. Beim Großen steht gleich die Klassenarbeit an. Hier ein Küsschen mit „Viel Spaß auf dem Bauernhof“, dort eine schnelle Umarmung und ein „Du schaffst das!“. 

Mütter und Väter sind Vorbilder, Helden, Mutmacher, Chauffeure... und arbeiten beide, sind sie auch noch ständig im Einsatz. Die Doppelbelastung lässt kaum Zeit für Pausen. Sind die Kinder weggebracht, geht es ins Büro, wo unerledigte Aufgaben warten und Konzentration gefragt ist. Endlich naht der Feierabend. Moment mal! Ist heute nicht der Elternabend? Wer geht hin, wer bleibt zu Hause?

So sieht in vielen Familien der Alltag aus. Termindruck, hohe Erwartungen an sich selbst und das Gefühl, keine Zeit mehr für sich selbst zu haben, gehören zu den Ursachen für Konflikte. Auch an kleine Auszeiten, sogenannte Ruheinseln zum Auftanken, ist nicht mehr zu denken. Die Auslöser können ganz unterschiedlich sein – von verschiedenen Ansichten in Erziehungsfragen bis hin zur Frage, wer heute den Abwasch macht. Wer Stress in der Familie vermeiden möchte, sollte seine Stressauslöser kennen.

Junge Frau mit Wollpullover am Meer.

Stress im Griff

Lernen Sie, Ihren Stress zu verringern.

5 häufige Auslöser von Stress in der Familie

  • Erziehungsfragen: Wie viele Süßigkeiten sind erlaubt? Wer räumt das Kinderzimmer auf? Wie gehen wir mit Wutanfällen um? Erziehungsfragen sorgen für Zündstoff. Die Ratschläge der Schwiegereltern machen die Zündschnur noch kürzer. 
  • Termindruck: Kinderverabredungen, Abgabefristen im Job, Elternabend – hängen zu viele Terminzettel am Kühlschrank? Allein der Blick auf die bevorstehenden Termine kann Stress auslösen.
  • Perfektionismus: Nobody is perfect! Trotzdem stellen viele Eltern hohe Erwartungen an sich selbst. Dabei geht niemand davon aus, dass der Haushalt erledigt wird wie zu Zeiten, als noch kein Kind da war.
  • Unzufriedenheit: Häufig fehlt Elternteilen Zeit für sich selbst und für ihre eigenen Bedürfnisse, die sie meist immer hinten anstellen. Das wird nicht gefordert, es geschieht automatisch. Wer unzufrieden ist, wird schöne Momente in der Familie weniger genießen können. 
  • Multitasking: Kommt mitten in der Konferenz der Anruf, dass das Kind krank ist und sofort abgeholt werden muss, ist Organisationstalent gefragt. Dies ist nur eins von vielen Beispielen, in denen Multitasking gefordert ist. Doch wer viele Dinge gleichzeitig macht, erhöht das Stresslevel deutlich. 

Diese klassischen Stresssituationen in der Familie können meist nicht vermieden werden, aber man kann lernen, damit anders umzugehen und sich selbst Achtsamkeit und kleine Auszeiten zum Auftanken zu schenken. Mehr darüber lesen Sie hier. Außerdem erfahren Sie, welche Stresssymptome und -folgen auftreten können, wenn uns alles über den Kopf wächst. 

Letzte Änderung: 16.10.2019