Heute schon „ge-IGeL-t“?

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Verschiedene Euro-Banknoten.

Bildnachweis: © wdv / Eva Toncar

Eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) aus dem Jahr 2015 zeigt: Immer mehr Ärzte verkaufen ihren Patienten sogenannte Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL). Diese Zusatzleistungen muss der Behandelte allerdings aus eigener Tasche bezahlen.

Normalerweise sieht ein Arztbesuch so aus: Der Patient schildert dem Arzt seine Beschwerden, wird untersucht und erhält eine entsprechende Behandlung. Zahlen muss er dafür nichts, denn seine Krankenversicherung übernimmt die Kosten für alle medizinisch notwendigen Untersuchungen.

Doch die Zeiten haben sich geändert: Immer häufiger bieten Mediziner ihren Patienten neben der Grundversorgung zusätzliche medizinische Leistungen an – und diese kosten dann extra. Beim Augenarzt kann das zum Beispiel eine Glaukomvorsorge sein, also die Früherkennung und Verlaufskontrolle eines Grünen Stars, Gynäkologen raten gern zu zusätzlichen Ultraschall-Untersuchungen und Urologen empfehlen oft ein PSA-Screening zur Früherkennung von Prostatakrebs.

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Jedem dritten Patienten werden IGe-Leistungen angeboten

Laut einer aktuellen Umfrage des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) werden IGe-Leistungen immer häufiger angeboten: jeder dritte Versicherte einer gesetzlichen Krankenversicherung hat innerhalb von zwölf Monaten ein IGeL-Angebot erhalten. Damit ist die IGeL-Quote erneut deutlich gestiegen: von 29,9 Prozent im Jahr 2012 auf mittlerweile 33,3 Prozent.


Weitere Informationen zu den IGe-Leistungen finden Sie auf den folgenden Webseiten

Letzte Änderung: 21.07.2015