Sport in der Schwangerschaft: Welche Sportart ist die richtige?

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Schwangere joggt in der Stadt an einem Flußufer bei Sonnenuntergang.

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Sport ist gut für die Schwangere und das ungeborene Kind. Allerdings sollten Sie darauf achten, die richtige Sportart auszuwählen. Unser Sportcheck für Schwangere gibt Ihnen einen Überblick, was Sie mit Babybauch problemlos machen können und wovon Sie besser die Finger lassen sollten.

Bei moderater Ausführung sind folgende Sportarten für Schwangere bestens geeignet:

Radfahren
Solange der Bauch Sie nicht stört, ist ausgiebiges Radfahren kein Problem – egal, ob an der frischen Luft, auf dem Fahrrad-Ergometer zu Hause oder im Fitnessstudio.

Schwimmen, Aqua-Fitness & Co.
Sport im Wasser ist optimal für Sie. Nachgewiesene positive Effekte sind etwa eine verringerte Wassereinlagerung in den Beinen und die Möglichkeit, sich trotz erhöhtem Körpergewicht problemlos zu bewegen.

Walking/Nordic Walking
Walking und Nordic Walking sind nicht so gelenkschonend wie Radfahren, Schwimmen und Co., aber dennoch hervorragend in der Schwangerschaft geeignet. Beide Sportarten trainieren Ihre Ausdauer, das Nordic Walking zudem noch Ihre Oberkörpermuskulatur.

Yoga und Pilates
Auch bei diesen Sportarten gilt: Alles, was Ihnen guttut, ist auch gut für Ihr Kind. Je nach Schwierigkeit und Intensität können Sie die Übungen bis kurz vor der Entbindung durchführen. Übungen, bei denen Sie sich stark anstrengen müssen oder die Sie kopfüber ausführen müssen, sollten Sie meiden.

Diese Sportarten sind für Schwangere eingeschränkt geeignet:

Joggen
Grundsätzlich spricht nichts gegen Joggen während der Schwangerschaft. Laufen Sie, solange Sie sich dabei gut fühlen. Aber bedenken Sie auch: Jetzt ist keine Zeit für Höchstleistungen und Rekordzeiten! Lassen Sie es lieber langsam angehen.

Geräte- und Krafttraining
Wenn Sie schon vor der Schwangerschaft regelmäßig mit Gewichten trainiert haben, gibt es keinen Grund damit aufzuhören. Wählen Sie geringere Gewichte und erhöhen Sie die Wiederholungszahl. Bestimmte Positionen, wie zum Beispiel die Bauchlage, sollten Sie vermeiden. Ab der 20. Schwangerschaftswoche sollten Sie die gerade Bauchmuskulatur nicht mehr trainieren.

Badminton, Tennis & Co.
Je nachdem, wie sicher Sie sich fühlen und wie Ihr Gesundheitszustand ist, spricht nichts gegen Tennis, Badminton, Tischtennis und Co. Beachten Sie aber, dass Ihre Bänder und Sehnen durch die Schwangerschaft dehnfähiger sind und die Verletzungsgefahr so steigt, vor allem wenn Sie umknicken.

Inlineskaten/Skifahren
Auch hier ist entscheidend, wie gut Sie die Sportart beherrschen. Als Anfängerin sollten Sie vom Inlineskaten und Skifahren unbedingt absehen. Als Erfahrene haben Sie ein geringes Sturzrisiko und können deshalb durchaus selbst entscheiden, ob Sie die Sportart ausführen möchten

Von diesen Sportarten und sportlichen Aktivitäten sollten Schwangere besser die Finger lassen:

  • Sportarten mit einem erhöhten Sturzrisiko (zum Beispiel Reiten und Mountainbiking)
  • Wandern/Klettern über 2.500 Höhenmeter
  • Extremsportarten (zum Beispiel Rafting und Bungeejumping)
  • Kampfsportarten (zum Beispiel Boxen und Karate)
  • Ballsportarten mit Gegner- bzw. Körperkontakt (zum Beispiel Fußball und Handball, Volleyball)
  • Tauchen (wegen des hohen Drucks unter Wasser und der Sauerstoffunterversorgung)
Eine Frau sitzt auf einer Yogamatte und macht Dehnübungen.

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Letzte Änderung: 12.06.2017