Der richtige Kindersitz

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Kleinkind sitzt in einem Autokindersitz.

Bildnachweis: © wdv / Michael Völler

Das Wohl ihrer Kleinen liegt allen Eltern besonders am Herzen. Soll das Kind im Auto mitfahren, ist daher natürlich ein Kindersitz unverzichtbar – und glücklicherweise vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Doch wie finden Sie heraus, welcher Sitz wirklich gut für Ihr Kind ist?

vigo Online hat beim TÜV Rheinland nachgefragt. Produkt-Experte Ralf Diekmann hat uns erklärt, worauf man bei der Auswahl des richtigen Kindersitzes unbedingt achten sollte. Hier sein 7-Punkte-Plan:

1. Fahrzeugcheck

Prüfen Sie vorab:

  • Wie sind die Platzverhältnisse im Fahrzeug?
  • Sind werkseitig Sicherungssystem, wie zum Beispiel Isofix, vorhanden?

2. Kind mitnehmen

Beim ersten Babysitz, der sogenannten Babyschale, ist es häufig nicht möglich, aber bei allen Folgemodellen sollten Sie das Kind unbedingt beim Kauf mitnehmen. Denn maßgebliche Faktoren bei der Wahl des richtigen Kindersitzes sind die Größe des Kindes und sein Gewicht.

3. Prüfsiegel

Der Sitz muss bestimmte Prüfnormen erfüllen und ist somit mit der

  • ECE44/03- bzw. der aktuelleren
  • ECE44/04-Normierung gekennzeichnet.

Weitere Orientierung bietet das Prüfzeichen GS vom TÜV Rheinland. Auch Testberichte unabhängiger Prüfhäuser, des ADAC oder von Fachzeitschriften wie Stiftung Warentest können Hilfestellung bei der Wahl des richtigen Kindersitzes geben.

Familie von oben fotografiert, liegt auf einem Holzfußboden.

Antwort auf Eltern-Fragen

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4. Material

Das Design ist immer Geschmackssache. Die Bezüge sollten jedoch atmungsaktiv und möglichst frei von Schadstoffen sein.

5. Fachgeschäft

Kaufen Sie den Kindersitz im Fachhandel! Hier sind die Verkäufer geschult und können Sie entsprechend beraten. Außerdem haben Sie im Reklamationsfall immer einen Ansprechpartner.

6. Sitz im Auto testen

Fachgeschäfte bieten immer die Möglichkeit an, den Sitz probeweise im Auto einzubauen. Vor allem bei der Babyschale ist dies wichtig, da Sie testen können, ob etwa die Gurtlänge ausreichend ist.

7. Gebrauchte Sitze sind tabu

Auch wenn es finanziell günstiger ist: Lassen Sie die Finger von gebrauchten Sitzen. Denn war der Sitz in einen Unfall verwickelt, ist er nicht mehr 100 Prozent sicher.

Letzte Änderung: 31.07.2012

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