Ernährung im Winter: Tipps gegen Winterspeck

InterviewLesezeit: 4:00 min.
Drei Orangen und eine Ananas auf einem Holztisch.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Der Winter lädt zum Naschen und Schlemmen ein: Plätzchen, Süßigkeiten, deftige Gerichte. Da sammeln sich bei vielen Menschen gerne ein paar Extrapfunde um die Hüften, auch Winterspeck genannt. AOK-Clarimedis-Expertin und Diätassistentin Bianca Mariano-Hetzel gibt Tipps für die richtige Ernährung im Winter – damit Extrapfunde keine Chance haben.

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Die Expertin zum Thema

Bianca Mariano-Hetzel

Diätassistentin und Ernährungsberaterin
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Liegt es eigentlich in unserer Natur, dass wir im Winter gerne naschen und fettiger essen?

Redaktion

Ja, es gibt tatsächlich Mechanismen in unserem Körper, die in der dunklen Jahreszeit das Verlangen nach Süßem und Fett verstärken. Das liegt unter anderem daran, dass wir weniger Sonne abbekommen und der Körper deshalb weniger Vitamin D bildet. Vitamin D hat aber eine wichtige Funktion: Es fördert die Produktion des Gute-Laune-Hormons Serotonin. Vereinfacht gesagt schlägt Dunkelheit also aufs Gemüt. Einige Nahrungsmittel können unsere Laune ändern. Sie beeinflussen aufgrund ihrer Inhaltsstoffe und der dadurch ausgeschütteten Botenstoffe unsere Psyche. Zucker zum Beispiel regt über die Geschmacksnerven die Ausschüttung eines weiteren Glückshormons an: Dopamin wirkt im Gehirn belohnend – auch das fühlt sich gut an.

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Gibt es gesunde Alternativen?

Redaktion

Auf jeden Fall. Damit unser Körper Serotonin bilden kann, braucht er als wichtigen Baustoff Tryptophan. Das ist ein Eiweißbaustein. Er ist in vielen Grundnahrungsmittel zu finden: in Obst wie Bananen und Nüssen, in Gemüse wie Bohnen und Steinpilzen, in Hülsenfrüchten wie Kichererbsen und Linsen, in Milchprodukten (besonders in Käse und Quark), in Rindfleisch und Geflügel, in Eiern und Fisch. Auch diese Lebensmittel können also unsere Stimmung aufhellen.

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Wie viel „sündigen“ ist denn erlaubt?

Redaktion

Im Rahmen einer gesunden Ernährung heißt es, man sollte täglich maximal zehn Prozent der Gesamtenergiezufuhr in Form von Zucker aufzunehmen. Bei 2.000 Kalorien sind das dann 200 Kalorien – das entspricht etwa 50 Gramm Zucker. Die WHO ist seit 2014 noch strenger. Sie halbiert diese Menge. Ein Extra pro Tag ist aber erlaubt – zum Beispiel zwei kleine Lebkuchen oder ein kleiner Schokoriegel. Maßgeblich ist der gesunde Umgang mit Genussmitteln.

Bianca Mariano-Hetzel

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Und wenn das Verlangen doch da ist – welche Tricks helfen dann noch?

Redaktion

Manchmal hilft es, erst mal ein Glas Wasser, einen ungesüßten Früchtetee oder einen Kaffee zu trinken. Denn oft verwechseln wir Durst mit Hunger. Und auch beim Sport werden jede Menge Glückshormone ausgeschüttet.

Bianca Mariano-Hetzel

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Eine Frau steht in der Küche an der Arbeitsplatte und schneidet Gemüse klein.

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Letzte Änderung: 03.12.2017