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Welche Corona-Tests gibt es und was sind die Unterschiede?

Frage der WocheLesezeit: 1:30 min.
Arzthelferin macht Coronatest bei einer Frau.

Bildnachweis: © stock.adobe.com / weyo

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Diese Woche: Welche Corona-Tests gibt es und was sind die Unterschiede?

Expertenbild

Die Expertin zum Thema

Wibke Fishman

Examinierte Krankenschwester und Fach­kranken­schwester für Psychia­trie
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Rund um das Coronavirus sind verschiedene Testverfahren im Einsatz.

PCR-Test

Der PCR-Test ist bisher das zuverlässigste Mittel, um eine aktive Infektion mit dem Coronavirus nachzuweisen. Er gilt als sogenannter Goldstandard zur Diagnostik. Für den PCR-Test ist ein Abstrich aus dem Rachenraum hinter dem Zäpfchen notwendig. Dieser wird mit einem Wattestäbchen entweder durch den Mund oder durch die Nase entnommen. Die Probe wird dann im Labor untersucht. Ein Ergebnis liegt frühestens nach 24 Stunden vor.

Eine akute Infektion ist etwa drei Tage, nachdem Sie sich angesteckt haben, per Rachenabstrich nachweisbar. Im Abstrich findet sich dann Erbmaterial des Erregers.

Es gibt auch PCR-Schnelltests – die benötigen etwa zwei bis drei Stunden. Hierbei wird der Speichel genutzt. Im Speichel ist die Viruslast jedoch geringer, daher sind sie nicht ganz so zuverlässig.

Antigen-Tests

Bei den Antigen-Tests handelt es sich um sogenannte Schnelltests. Sie können eine aktive Infektion nachweisen. Sie reagieren auf gewisse Eiweißbestandteile des Virus. Antigen-Tests gelten aber als ungenauer als PCR-Tests. Ein positiver Antigen-Test sollte deshalb immer mit einem PCR-Test kontrolliert werden.

Es gibt zwei verschiedene Varianten: die einen benötigen einen Nasen- oder Rachenabstrich und müssen deshalb von geschultem Personal durchgeführt werden. Die Tests werden in den Testzentren oder in Apotheken durchgeführt. Sie stehen seit März als kostenfreie Bürgertests (einmal wöchentlich) zur Verfügung.

Die Selbsttests für zu Hause funktionieren mit Speichel oder einem Abstrich aus dem vorderen Nasenbereich. Das Ergebnis liegt bei beiden nach etwa 15 bis 30 Minuten vor.

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Antikörper-Test

Im Gegensatz zu den anderen beiden Tests wird mit dem Antikörper-Test keine aktive Infektion nachgewiesen – sondern ob man in der Vergangenheit infiziert war. Dabei handelt es sich um eine Blutuntersuchung. Es gibt sie als Labortest sowie auch als Schnelltest. Die Antikörper-Schnelltests sind jedoch nicht so zuverlässig wie die Laboruntersuchung.

Der Test sagt nichts darüber aus, ob Sie zum Testzeitpunkt infiziert sind oder wie lange eine etwaige Immunität besteht.

Gut zu wissen:

Für alle Testverfahren, bei denen Abstriche entnommen werden, gilt: Sie sollten eine halbe Stunde vor dem Test nichts mehr essen oder trinken. Denn dadurch könnte die Viruslast im Nasen- und Rachenraum gesenkt und so vom Test möglicherweise nicht erfasst werden. Das führt im schlimmsten Fall zu einem falsch-negativen Ergebnis.

Alle Tests stellen außerdem immer nur eine Momentaufnahme dar. Vor allem zu Beginn einer Infektion ist die Viruslast mitunter zu gering, um von den PCR- oder Antigen-Tests erfasst zu werden. Ansteckend könnten Sie dann aber trotzdem schon sein. Deshalb gilt es, auch weiterhin die Hygieneregeln (Abstand, Maske, niesen und husten in Armbeuge, Lüften) einzuhalten.

Welche Antigen-Tests für zu Hause oder zur professionellen Anwendung zugelassen sind, können Sie auf der Seite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte nachlesen.


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Letzte Änderung: 22.04.2021